Samstag, 24. November 2007

Europäisches Patentamt weist Patent auf embryonale Stammzellen endgültig ab

Archiv: Undifferenzierte Kolonien embryonaler Stammzellen | Copyright: N. Benvenisty

München/ Deutschland - Die Beschwerdekammer des „Europäischen Patentamtes (EPA)“ in München hat am Dienstag ein umstrittenes Patent auf menschliche embryonale Stammzellen endgültig abgewiesen. Das Patent der “University of Edinburgh“ umfasste menschliche Embryonen, die gentechnisch manipuliert und zur Stammzellengewinnung gezüchtet wurden.

Im Februar 2000 hatte "Greenpeace" den Patentantrag aufgedeckt und mit Unterstützung von 10.000 Unterschriften dagegen Beschwerde eingelegt. Im Juli 2002 widerrief das EPA das Patent „EP 695351“ weitgehend – wohingegen die Universität Edinburgh ebenfalls klagte.

Nach sieben Jahren wurde jetzt endlich der Schlusspunkt hinter einen der strittigsten Fälle der Patentgeschichte gesetzt“, kommentiert Christoph Then, Patentexperte von Greenpeace. „Wir hoffen, dass sich das Edinburgh-Patent als Präzedenzfall für ähnliche Patentanträge auf menschliches Leben durchsetzen wird.“

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Derzeit genehmigt das Europäische Patentamt jedoch immer mehr Patente auf Pflanzen, Tiere und menschliche Gene. Then: „Die natürlichen Ressourcen der Erde werden unter Konzernen und Forschungsinstituten verteilt. Schon jetzt hat das zu Behinderungen in der medizinischen Forschung und zur weitgehenden Monopolisierung in der Landwirtschaft und Saatgutproduktion geführt.“

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Quelle: greenpeace.de

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