Freitag, 21. Dezember 2007

Asteroid auf Kollisionskurs mit Mars – möglicher Einschlag im Januar

Planet Mars | Copyright: NASA

Pasadena/ USA – Forscher des „Near-Earth Object Program“ der NASA haben einen Asteroiden ausgemacht, der schon Ende Januar unseren Nachbarplaneten Mars treffen könnte. Die angenommene Zerstörung setzten die Forscher mit der Tunguska-Katastrophe Ende Juni 1908 gleich.

Die Forscher am „Jet Propulsion Laboratory (JPL)“, sehen die Chancen, dass der Asteroid „2007 WD5“ den roten Planeten treffen wird bei 1:75 und das ist nach kosmischen Maßstäben ungewöhnlich hoch. „Normalerweise haben wir es mit Wahrscheinlichkeitswerten von eins zu einer Million zu tun“, zitiert die „Los Angeles Times“ den JPL-Kometen- und Asteroidenjäger Steve Chesley. „Bei unter 100 werden wir hellwach!“

2007 WD5 hat einen Durchmesser von rund 55 Metern. Sollte er den Mars treffen, würde die dünne Marsatmosphäre dem kosmischen Geschoss kaum Widerstand bieten, wodurch wahrscheinlich ein Krater von mindestens 800 Metern entstehen könnte. Demnach wo der Einschlag stattfindet, wäre dieser selbst mit Teleskopen von der Erde aus zu beobachten.

Ob die beiden momentanen Marsmissionen „Mars Reconnaissance Orbiter“ und die Rover „Spirit“ und „Opportunity“ gefährdet sind, oder ob sie bestenfalls für das Spektakel einen Platz in der ersten Reihe bekommen, kann die NASA zurzeit noch nicht sagen.

Wissenschaftler fiebern einem solchen Ereignis schon jetzt regelrecht entgegen. Es wäre das erste Mal, dass ein solcher Asteroideneinschlag in einen Felsplaneten direkt und sozusagen aus direkter Näher beobachtet werden könnte. Lediglich der Einschlag des Kometen „Shoemaker-Levy“ in die Atmosphäre des Gasriesen Jupiter sorgte bereits 1994 für ähnliches Interesse.

Derzeit befindet sich der Asteroid perspektivisch betrachtet hinter dem Mond und es werden noch mindestens zwei Wochen vergehen, bis er wieder sichtbar wird und seine exakte Flugbahn analysiert werden kann.

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So faszinierend die Aussicht auf ein derartiges Himmelspektakel ist, so unbequem offenbart sich am Beispiel „2007 WD5“, der erst im November entdeckt wurde, wie wenig Zeit zwischen der Erstentdeckung einer potentiellen Bedrohung - auch für die Erde - bleibt.

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Quellen: jpl.nasa.gov / grenzwissenschaft-aktuell.de / latimes.com
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