Samstag, 29. Dezember 2007

Hinterließ ein „elektrisch geladener Windwirbel“ ein Kornkreis-artiges Muster auf dem Mars?

Staubwirbel im Gusev Krater auf dem Mars | Copyright: NASA

Saarbrücken/ Deutschland – Einige Kornkreisforscher glauben, dass echte Kornkreise zumindest teilweise eine natürliche Ursache haben. Wenn dem so ist, sollte man ähnliche Phänomene auch auf anderen erdähnlichen Planeten finden. Genau hierüber spekuliert Kornkreisforscher Andreas Müller angesichts von Aufnahmen der NASA-Marsmissionen.

In seinem Originalartikel auf „Kornkreise-Forschung.de“ stütz sich der Forscher und Sachbuchautor zum einen auf die von Mars-Rover „Spirit“ dokumentierten elektrisierten Staubwirbel im Gusev Krater, den von diesen „Staubteufeln“ hinterlassenen Spuren im Marsboden und einer kreisrunden, wie freigewirbelt-wirkenden und ansatzweise verwirbelt wirkenden Fläche, die ebenfalls von dem NASA-Roboter fotografiert wurde.

Zeigt die freie Fläche auf dieser Ausschnittsvergrößerung der Panorama-Aufnahme Nr. PIA05108 des Mars-Rover „Spirit“ die Hinterlassenschaft eines stationären elektrisierten Marswirbels? | Copyright: NASA

„Natürlich handelt es sich nicht um ‚Korn’-Kreise im eigentlichen Sinn, aber möglicherweise ist die Kreisfläche das Ergebnis eines stationären, elektrisch geladenen Wirbelwindes auf dem Mars. Genau solche Wirbelwinde werden unter Forschern hier auf der Erde als Erklärung für die einfachen Einzelkreis-Variationen von Kornkreisen in Getreidefeldern diskutiert. Anhand der unterschiedlichen NASA-Quellen könnte die von 'Spirit' fotografierte Kreisfläche auf dem Mars, von eben einem der nachgewiesenen Mars-Wirbeln erzeugt worden sein. Schließlich hinterlassen die normalen – also sich bewegenden Mars-Wirbel auch ähnliche Spuren im Marsboden. Wenn sich ein solcher Wirbel also nicht bewegen würde, sich also lokal austobt, könnte das durchaus einen solchen Kreis hinterlassen.“ Zwar fanden sich bislang keine komplexen Muster, wie man sie anhand irdischer Kornkreise findet, doch zumindest für die einfachen Einzelkreise könnten solche Wirbel verantwortlich sein. „Auch der Durchmesser des am 15. März 2005 auf dem Mars dokumentierten Wirbels liegt mit rund 30 Metern im durchschnittlichen Größenverhältnis einfacher Einzelkreise in Kornfeldern“, so Müller gegenüber grenzwissenschaft-aktuell.de.

Klassischer Einzelkreis aus dem Jahr 1987 | Copyright: C. Andrews / B. Taylor

Trotz dieser Interpretation der auf den ersten Blick banal wirkenden Bodenstruktur auf dem Mars, sieht auch Müller die von ihm dargelegte Hypothese lediglich als eine Möglichkeit, das bislang nicht kommentierte Detail zu deuten. Zugleich wird auch ein alternativer Erklärungsansatz geliefert: Andere Aufnahmen zeigen Kreisspuren als Hinterlassenschaft der Luftkissen, ich denen eingepackt die Mars-Rover „Spirit“ und „Opportunity“ auf die Marsoberfläche auftrafen. „Vergleicht man jedoch diese Aufnahmen, mit der im Artikel diskutierten Kreisfläche, zeigen sich deutliche Unterschiede.“


HIER finden Sie den ausführlichen, englischsprachigen Originalartikel mit weiteren Abbildungen.

Unser Bücher-Tipp zum Thema:

- - -

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / kornkreise-forschung.de

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA:

Kornkreise anno 1678? - „The Mowing Devil“
, 15. Dezember 2007
1590: Ein Kornkreis im Hexenprozess - Das bislang älteste Kornkreis-Dokument,
26. November 2007
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE