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Montag, 21. Januar 2008

Erstmals alttestamentarisches Tempelsiegel in Jerusalem entdeckt

Das Familiensigel der Temech (Illu.) | Copyright: AM

Jerusalem/ Israel - In Jerusalem haben Archäologen ein Steinsiegel entdeckt, das als Familiensiegel einer Familie zugeordnet wird, die die schon im Alten Testament als Dienner im Salomonischen Tempel erwähnt wird.

Wie die Jerusalem Post berichtet, befindet sich auf dem 2500 Jahre alten Siegel, welches vergangene Woche unweit der Altstadt von Jerusalem gefunden wurde, der Name "Temech" eingraviert. Wie die Archäologin Dr. Eilat Mazar erläutert, wird die Temech-Familie bereits im alttestamentarischen Buch Nehemia erwähnt. Sie diente demnach bereits im Salomonischen Tempel und wurde nach dessen Zerstörung durch die Babylonier unter Nebukadnezar II. 586 vor Christus, ins babylonische Exil geschickt. Später, so weiß die Bibel zu berichten, gehörte die Temech-Familie auch zu jenen, die nach Jerusalem zurückkehrten.

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Das elliptische Siegel von 2,1 x 1,8 Zentimetern Größe, wurde wohl in Babylon gefertigt und erstanden, wird von den Archäologen in die Zeit zwischen 538-445 v. Chr. datiert und zeige eine kultische Szene zweier Priester, die vor einem Räucheraltar die Hände zum Gebet erheben. Ein Sichelmond als Symbol des babylonischen Mondgottes Sin steht über dem Altar. Darunter findet sich der besagte Name "Temech". Der genaue Fundort des Siegels befindet sich nur wenige Meter von der zeitgenössischen Wohngegend der Tempeldiener (Nethinim) entfernt.

"Das Siegel", so zitiert die Jerusalem Post die Archäologin, "zeigt erstmals eine direkte Verbindung zwischen der Archäologie und biblischen Quellen auf und dient dadurch als aktuelle Nachweis einer Familie, die bereits in der Bibel erwähnt wird."

Bücher zum Thema:

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Quellen: jpost.com / grenzwissenschaft-aktuell.de


WEITERE MELDUNGUNG ZUM THEMA:
Bestätigten Mainzer Forscher das biblische Alter?
, 3. Januar 2008
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