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Samstag, 26. Januar 2008

Geisterkind auf Handyfoto?

Mysteriöses Handyfoto mit Detailvergrößerung (l.) | Copyright/Quelle: Mathew Summers / dailymail.co.uk

Billingham/ England - Es sollte eigntlich nur ein Handyschnappschuss von Freunden werden - doch als Mathews Summers das Ergebnis genauer betrachtete, entdeckte er darauf eine unheimliche Erscheinung.

Wie die Daily Mail berichtet, bereiteten sich die Jugendlichen gerade für den abendlichen Ausgang vor, als der 17-Jährige noch ein Foto mit der Kamera seines Mobiltelefons schießen. "Als ich die kleine Schwester meiner Freundin vergrößerte, sah ich plötzlich dieses Gesicht und es hat wirklich alle Merkmale eines menschlichen Gesichts. (...) Ich war schockiert."

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Wie bereits bei dem erst kürzlich auf dem Mars fotografierten Landschaftsdetail, das einer menschliche Figur bemerkenswert ähnlich sieht (wir berichteten), verweisen Kritiker auch bei diesem Foto auf die Tendenz des menschlichen Gehirns in allem bekannte Muster zu suchen und zu finden. Man spricht dabei von Pareidolie. Bei dem Kindergesicht auf dem Foto handele es sich demnach lediglich um ein bizarres Spiel aus Licht und Schatten und der groben Pixelauflösung des Fotos.

Aber auch hier gilt: Entscheiden Sie selbst...

Hintergund: Pareidolie
Unter Pareidolie (von griechisch para - daneben, vorbei + eidolon - Bild oder Erscheinung) verstehen Wahnehmungssychologen die Tendenz des Gehirns, bei seiner stetigen Suche nach Mustern und Bildern diese auch in zufälligen Strukturen oder in Sinneseindrücken mit geringem Informationsgehalt zu finden. Ein typisches Beispiel sind Figuren, die wir in vorbeitreibenden Wolken zu erkennen glauben.

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Pareidolie ist eine unvermeidbare Nebenerscheinung der normalen Wahrnehmungstätigkeit des Gehirns. Jede Wahrnehmung ist an das (Wieder-)Erkennen von abstrahierten Gemeinsamkeiten (Mustern) wiederholter Sinneseindrücke gebunden, die durch Lernvorgänge gebildet und gefestigt werden. Dabei hängt eine Wiedererkennung von den gespeicherten Erinnerungen ab. Deshalb wirkt sich auch eine Erwartung auf die Wahrnehmung eines Musters aus. Damit ist die Wahrnehmung auch durch Kommunikation beeinflusst und somit (absichtlich oder unabsichtlich) manipulierbar. Auf diesem Weg kann es zu gemeinsamen Fehlwahrnehmungen bis hin zu massenpsychotischen Illusionen kommen.

Kritiker des Paranormalen erklären so auch immer wieder UFO-Sichtungen, das Hören von Stimmen in spiritistischen Sitzungen und andere Para-Phänomene.

Die Wahrscheinlichkeit, ein solches falsches Bild oder eine eigentlich nicht vorhandene Struktur zu sehen, ist also umso größer, je mehr man erwartet, etwas "Sinnvolles" zu finden. Dies erklärt auch, warum beispielsweise Menschen im Westen den Mann im Mond sieht, während andere Kulturen eine alte Frau oder auch einen Hasen erblicken.

Quellen: dailymail.co.uk / grenzwissenschaft-aktuell.de / wikipedia.de

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