Montag, 31. März 2008

Neue Expertenstudie: "Mobiltelefone gefährlicher als Rauchen oder Asbest"

Krebsrisiko durch Mobiltelefone? | Copyright: AM

Australien - In einer aktuellen noch zur veröffentlichten Studie hat einer der weltweit führenden Krebsexperten Dr. Vini Khurana eindringlich auf die erheblichen Risiken der Strahlung durch Mobilfunkgeräte hingewiesen und die politischen Verantwortlichen ebenso wie die Industrie dazu aufgefordert, die Strahlungsemissionen umgehend zu reduzieren.

"Mobiltelefone könnten", so Khurana, "mehr Menschen töten als Rauchen oder Asbest". Aus diesem Grund sollten die Menschen versuchen, die Geräte so wenig wie möglich zu verwenden. Damit, so berichtet der englische "Independent", ist die Studie die bislang verheerendste Anklageschrift über die Risiken von Mobilfunk.

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Khurana gründet seine Darlegungen auch der Analyse von über 100 früheren Studien und ersten Langzeitstudien, wonach der tägliche Gebrauch nach 10 Jahren das Risiko von Hirntumoren (die meist selbst etwa zehn Jahre benötigen, um sich auszubilden) verdoppele (wir berichteten). Mit der Besorgnis über die möglichen Folgeschäden steht der weltweit anerkannte und mit bislang 14 Wissenschaftspreisen ausgezeichnete Krebsforscher und Neurochirurg nicht alleine dar. Erst Anfang des Jahres hat auch die französische Regierung offiziell vor unbedachtem Gebrauch von Mobiltelefonen - besonders bei Kindern - gewarnt. Auch Deutschland empfiehlt den Gebrauch auf das Nötgste zu minimieren und die "Europäische Umweltagentur" hat dazu aufgerufen, die Strahlung der Geräte zu reduzieren.

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Zwar stehe es außer Frage, dass Mobiltelefone in Notfällen auch Leben retten können, doch gebe es eine immer stärker anwachsende Kette von eindeutigen Beweisen für eine Verbindung zwischen dem Gebrauch von Mobiltelefonen und bestimmten Arten von Krebstumoren. Diese Zusammenhänge, so ist sich Khurana sicher, werden binnen weniger Jahre eindeutig nachgewiesen. Zur gleichen Zeit, so befürchtet der Wissenschaftler, werde jedoch auch die Anzahl von Hirntumoren, die meist tödlich enden, global dramatisch ansteigen.

Erwartungsgemäß bezeichnet die Vereinigung der Mobilfunkanbieter Khorunas Studie als "selektive Betrachtung wissenschaftlicher Literatur durch eine Einzelperson" und bezweifelt, dass es sich um eine ausgewogene Analyse der Quellstudien handelt. Hier beruft man sich auf Schlussfolgerungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die bislang kein nachweisbar erhöhtes Krebsrisiko sieht. Khurana kritisiert jedoch auch gerade diese WHO-Einschätzung: Die Studie sei irrelevant, da die besorgniserregendsten Erkenntnisse erst innerhalb der letzten 12-24 Monate bekannt wurden und nicht von der WHO-Studie berücksichtigt werden.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / independent.co.uk


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