Samstag, 8. März 2008

Neue Theorie: Stonehenge als rituelle Kampfarena

Stonehenge | Copyright: Frank Laumen

Salisbury/ England - Noch immer ranken sich Mythen und Legenden um den gigantischen Steinkreis von Stonehenge im englischen Wilsthire. Immer wieder werden unterschiedliche Theorien über Erbauer und Sinn der Anlage diskutiert. Ein 1978 entdecktes Skelett, das bislang im Salisbury Museum ausgestellt war, bildet nun die Grundlage für eine weitere Theorie.

Wie das Salisbury Journal berichtet, glaubt der Archäologe und Stonehenge-Experte Dennis Price, anhand der an den Knochen nachgewiesenen Verletzungen durch Pfeile, des im Rundgraben um die Steine gefundenen Mannes (The Body from the Ditch), erkennen zu können, dass der Steinkreis auch für tödliche Kampf- und Sportspiele gedient habe.

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Laut Price gebe es Beweise für die Tradition von Stonehenge-Wächtern, die sich bis zur einstigen Bauzeit gegen ca. 2600 v. Chr. zurückverfolgen lassen. "Die Aufgabe dieser Personen war eine symbolische Wachhabe über den Tempel und ich denke, diese Wächter wurden nur dadurch ersetzt und ausgetauscht, in dem sie von neuen Bewerbern zu einem rituellen Zweikampf herausgefordert, besiegt und getötet wurden. (...) Das Skelett eines dieser 'Wächter von Stonehenge' ist meiner Meinung nach im Salibury Museum als 'The Body from the Ditch' zu sehen."

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Auch in den zahlreichen Grabanlagen rund um das Monument seien eine Vielzahl von Waffen gefunden wurden, auch dies wertet Price als Indiz für seine Theorie um die Stonehenge-Wächter-Spiele. Zudem zeigten viele Knochenfunde von Personen, die wahrscheinlich unmittelbar am Bau und der Nutzung von Stonehenge beteiligt waren, schwere Verletzungen, wie sie gleichfalls durch die gefundenen Waffen entstanden sein könnten.

Auch in ähnlichen Anlagen, wie etwa dem Diana Tempel im italienischen Nemi, gäbe es entsprechende Hinweise auf gladiatorale Kampfrituale, wenn es darum ging bestehende Priester abzulösen. Beide Heiligtümer, Stonehenge und der Diana Tempel von Nemi, zeigten interessante Gemeinsamkeiten, so Price: "An beiden Orten kam es offenbar regelmäßig zu durch Gewalt verursachten Todesfällen einzelner Individuen. Beide Orte wurden mit Bogenschützen und Bogen schießenden Göttern in Verbindung gebracht und beide Orte hatten eine bedeutende religiöse Stellung."

Quellen: salisburyjournal.co.uk / grenzwissenschaft-aktuell.de

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