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Freitag, 30. Mai 2008

Stonehenge war lange Zeit auch Fürstenkrematorium

Der Steinkreis von Stonehenge | Copyright: franklaumen.de

Salisbury/ England – Laut einer neuen Studie, wurde der megalithische Steinkreis von Stonehenge sehr viel länger als bislang angenommen, auch als Grab für eine vorchristliche Fürstendynastie genutzt.

Wie die BBC berichtet, glauben die Archäologen um Professor Mike Parker-Pearson von der University of Sheffiled, dass das Monument nach seiner Erbauung 500 Jahre lang als zeremonielle Grabstätte für Feuerbestattungen wahrscheinlich einer herrschenden Dynastie genutzt wude. Bislang glaubten die Forscher, dass derartige Zeremonien lediglich in der ersten frühen Phase stattfanden, also etwa 100 Jahre bevor dem Monument die mächtigen Sarsensteine hinzugefügt wurden.

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Zu diesem Ergebnis kamen die Forscher anhand von neuen Radiokarbon-Datierungen von Begräbnisfunden, die seit ihrer Entdeckung in den 1950er Jahren im nahen Salisbury Museum gelagert wurden.

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Demnach fand die früheste bislang nachgewiesene Kremation und Beerdigung auf dem Areal des Steinkreises zwischen 3030 v. Chr. Und 2888 v. Chr. - also in etwa zur Zeit, als das Monument angelegt wurde - vor Ort statt. Die jüngste Verbrennung hingegen zwischen 2570 v. Chr. und 2340 v. Chr. – als die ersten Sarsensteine aufgestellt wurden.

Parker-Pearson geht davon aus, dass hier keine gewöhnlichen Menschen bestattet wurden, sondern Mitglieder der Führungselite: „Stonehenge war zu jeder Zeit ein besonderer Ort.“

Quellen: bbc.co.uk / grenzwissenschaft-aktuell.de

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