Freitag, 13. Juni 2008

Kanada entschuldigt sich bei den Ersten Völkern

Angehörige der Irokesen 1914 | Copyright: USA/Public Domain

Ottawa/ Kanada – Die kanadische Regierung hat in einer offiziellen Feierstunde im Parlament bei Vertretern der nordamerikanischen Ureinwohner des Landes für das ihnen zugefügte Unrecht um Entschuldigung gebeten.

Beobachter und Vertreter der indigenen Völker Kanadas bewerteten die Erklärung von Premierminister Stephen Harper als historisch. Dieser bezeichnete die im bis in die 1970er Jahre angewendete Zwangstrennung von Kindern und Ihren Familien als schmerzliches und trauriges Kapitel in der Geschichte Kanadas: "Heute erkennen wir, dass diese Politik der Assimilierung falsch war und großes Leid verursacht hat."

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Über 100 Jahre lang waren insgesamt mehr als 150.000 Kinder von ihren Eltern getrennt und in christlichen Internaten interniert worden. Ziel dieser Kampagne war die Auslöschung der Kulturen der Ureinwohner. Hier wurden zahlreiche Kinder zudem Opfer von körperlicher und seelischer Misshandlung und in einigen Internaten lag die Sterberate der Kinder in Folge von Unterernährung und Tuberkulose bei 50 Prozent.


Die Folgen dieses Traumas ganzer Generationen zeichnen sich im weit verbreiteten Alkoholismus und Drogenmissbrauch in den Indianer-Reservaten ab.

Weiterer Teil der Wiedergutmachung ist eine finanzielle Entschädigung der heute noch Lebenden rund 80.000 Betroffenen in Höhe von umgerechnet je 4000 Euro, was einem Gesamtvolumen von 320 Millionen.

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Quelle: grenzwissenschaft-aktuell.de

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