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Montag, 29. September 2008

Astronomen finden Hnweis auf Kollision zweier Exoplaneten

Planetenkollision (Illu.) | Coypright: NASA / JPL-Caltech /T. Pyle (SSC/Caltech)

Los Angeles / USA - Anhand eines scheibenförmiges Ringsystems um einen entfernten Doppelstern schließen amerikanische Astronomen auf einen einstigen Zusammenstoß zweier etwa erdgroßer Planeten.

Der Staub- und Trümmerring um das binäre Sternensystem BD+20 307 umkreist die beiden Sterne in einem gleichmäßigen Abstand. Laut der bisher gängigen kann es sich jedoch nicht um Staub aus der Entstehungsphase des Sternensystems handeln, da dieser mittlerweile entweder schon längst Planeten geformt hätte oder aber von der Strahlung der Sonnen ins All verdrängt worden wäre. Kurz: eigentlich sollte der gigantische Staubring gar nicht existieren.

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Als einzige Erklärung glauben die Astronomen um Benjamin Zuckerman von der University of California, und Gregory Henry von der "Tennessee State University", dass es erst vor einigen Hunderttausend Jahren - oder sogar noch kurzfristiger - zu einer katastrophalen Kollision zweier etwa erdgroßer Planeten innerhalb eines bereits vollständigen Planetensystems um BD+20 307 gekommen sein muss. "Es war wohl in etwa so, als wenn die Erde mit der Venus zusammengestoßen wäre", erläutert Zuckerman. "Noch nie zuvor haben Astronomen etwas vergleichbares beobachtet. Offensichtlich kann es also auch in voll ausgebildeten Planetensystemen zu derart katastrophalen Kollision kommen. (...) hätte es auf einem oder beiden dieser Planeten leben gegeben, wäre dieses innerhalb von Minuten vollständig ausgelöscht worden."

Die Astronomen wollen das Ereignis jetzt eingehend studieren, um Rückschlüsse ziehen zu könne, ob sich eine derartige Destabilisierung der Planetenbahnen auch in unserem Sonnensytem ereignen könnte. Tatsächlich geht die bislang gängigste Theorie über die Entstehung unseres Mondes davon aus, dass dieser bei einem Zusammenprall der noch jungen Erde mit einem etwa marsgroßen Körper entstanden ist (...wir berichteten). Neue Computermodelle belegen auch eine Minimalchance für ein Abwandern des innersten Planeten Merkur aus dessen Umlaufbahn und einem Zusammenstoß mit der Venus oder Erde innerhalb der nächsten Milliarden Jahre. "Bis dahin", so beruhigen die Forscher, "hat sich unsere Sonne jedoch schon derart ausgedehnt, dass die Erde sowiso schon vollständig getoasted wurde."

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / tsuniv.edu
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