Montag, 17. November 2008

Kugelblitz in Wales

Kugelblitz (Illustration) | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de

Kidwelly/ Wales - Während der schweren Gewitterstürme, die am vorangegangenen Wochenende über des westliche Wales tobten, hatte das Ehepaar Dobson aus Kidwelly eine furchterregende Begegnung mit einem Phänomen, das wohl am besten als "Kugelblitz" umschrieben wird.

"Während des gestrigen Sturms - draußen blitzte und donnerte es - erschien plötzlich auf Augenhöhe in der Mitte unseres Wohnzimmers eine sehr, sehr helle weiße Kugel von etwa 30 bis 45 Zentimetern Durchmesser, um kurz darauf auch wieder in einem unvorstellbar lauten Knall völlig spurlos zu verschwinden", so Annie Dobson in einem Telefoninterview mit der BBC.

Zur gleichen Zeit will auch ein Freund der Dobsons, der sich in seinem Schlafzimmer im oberen Stockwerk des Hauses bei geöffneter Tür aufhielt, ein blendend weißes Licht gesehen haben, das durch die geöffnete Tür in sein Zimmer gekommen sei. Das Phänomen, so Dobson, habe jeder im oberen Stockwerk, noch im Wohnzimmer keinerlei Schäden, keine Rückstände und auch keinen Geruch hinterlassen.

Worum es sich bei Kugelblitzen tatsächlich handelt, wird unter Forschern und Wissenschaftlern immer noch heftig diskutiert. Doch selbst eine Vielzahl an Meteorologen sind mittlerweile davon überzeugt, dass es sich bei Sichtungen derartiger Ereignisse nicht um Einbildung, Restbilder von gewöhnlichem Blitzlicht oder Spinnerei, sondern um seltene meteorologische Phänomene handelt.

Eine Theorie, so erläutert der BBC-Meteorologe Dereck Brockway, geht davon aus, dass es sich bei Kugelblitzen um einen ionisierten Plasma-Klumpen handelt, der von magnetischen Feldern zusammengehalten wird.

Meist werden die Erscheinungen als kugelförmige, oft funkensprühende und hochenergetische Gebilde beschrieben, die selbst Wände und feste Gegenstände durchdringen und hier und da erheblichen Schaden anrichteten.

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Wissenschaftlich wurde schon mehrfach versucht, das Phänomen im Labor zu reproduzieren. Dabei gelang es besonders unter Hinzuziehung von Entladungen, Mikrowellen und Plasma entsprechende kugelförmige und selbstschwebende Gebilde zu erzeugen. Doch auch sie konnten nicht alle bislang beschriebenen Eigenschaften erklären.


Zumindest gegen den Erklärungsversuch, dass es sich bei Kugelblitzen lediglich um Restbilder durch starke Blendungen - etwa durch Sonnenlicht oder vorige Blitze - auf der Netzhaut, also um optische Täuschungen handelt, sprechen die von den Erscheinungen vielerorts verursachten Schäden.

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18. Juli 2008


Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / bbc.co.uk
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