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Dienstag, 11. November 2008

Rumänischer NASA-Hacker zu Bewährungsstrafe und Schadensersatz verurteilt

Das Signet der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA | Copyright: nasa.gov

Arad/ Rumänien - Der rumänische Computerprogrammierer Victor Faur wurde in Rumänien für das Hacken von Computern der US-Raumfahrtbehörde NASA, der US Navy und des US-amerikanischen Energieministeriums zu einer Bewährungsstrafe von 16 Monaten und 250.000 Dollar Schadensersatz verurteilt. Vor diesem Hintergrund erscheint das Tauziehen um den britischen Hacker Gary McKinnon, der ebenfalls in Rechner von NASA und US-Militär eingedrungen war, um hier - seinen eigenen Angaben zufolge sogar erfolgreich - nach Beweisen für UFOs und Außerirdische zu suchen, unter einem fragwürdigen neuen Licht.

Während der ebenfalls geständige Victor Faur auf den von ihm gehackten Rechnern direkt Daten verändert hatte, behauptet McKinnon derartige Prozesse nicht durchgeführt zu haben und stattdessen immer wieder sogar auf gänzlich ungesicherte Programme und Rechner gestoßen zu sein.

Von 2005 bis 2006 hatte sich Faur immer wieder Zugriff zu den hochsensiblen Systemen verschafft und dabei laut US-Angaben rund zwei Millionen Dollar Schaden verursacht, da teilweise die vollständige Software der angegriffenen Systeme erneuert werden musste. Trotz dieser Schadenforderung wurde, so berichtet die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax, Faur nur zu einer Freiheitsstrafe von 16 Monaten auf Bewährung und der Zahlung von 250.000 US-Dollar verurteilt.

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Vor diesem Hintergrund erscheint das hartnäckige Drängen der US-Amerikaner auf eine Auslieferung, Verhandlung und Haftstrafe für Gary McKinnon in den USA - wo er laut den Angaben der US-Behörden nur 700.000 Dollar Schaden verursacht haben soll - und ihm bis zu 70 Jahre Haft drohen, ebenso fragwürdig, wie das bisherige bereitwillige Auslieferungs-Zugeständnis der britischen Regierung.

Allerdings: Auch im Fall Faur forderten die US-Behörden eine Auslieferung, eine Prozess und die Haft in den USA. Hier drohten dem Hacker laut Angaben der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) 54 Jahre Gefängnishaft. Warum es nicht zu einer Auslieferung Faurs an die USA gekommen war, wurde bislang von den rumänischen Behörden nicht kommentiert. Die USA vermuten, dass Faur zu einer Hacker-Gruppe mit dem Namen "WhiteHat Team" gehört, deren Ziel es ist, weltweit die sichersten Computersysteme zu knacken.

Ob auch Faur bei seinen Angriffen auf die US-Regierungscomputer Informationen über UFOs und Außerirdische gesucht und gefunden haben will, ist bislang nicht bekannt.


Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / mediafax.ro / ap.org
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