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Mittwoch, 26. November 2008

Statistische Studie: Der Mond hat keinen Einfluss auf die Zahl der Geburten

Der Mond | Copyright: NASA

Halle-Wittenberg/ Deutschland - Eine aktuelle statistische Studie an der Martin-Luther-Universität (MLU) widerspricht dem weitverbreiteten Volksglauben, dass der Mond Einfluss auf Geburt und Schwangerschaft ausüben soll.

Dr. Oliver Kuß vom Institut für Medizinische Epidemiologie, Biometrie und Informatik der Medizinischen Fakultät der MLU analysierte dabei mehr als vier Millionen Geburten (genau 4.071.669) zwischen 1966 und 2003 in Baden-Württemberg. Somit handelte es sich um die weltweit größte Untersuchung bezüglich der Anzahl durchlaufener Mondzyklen. "In diesen 37 Jahren liefen 470 Mondzyklen ab", so der Statistiker. Veröffentlicht wurde die Studie in der Fachzeitschrift "Acta Obstetricia et Gynecologica Scandinavica".

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Über den Einfluss des Mondes auf Geburt und Schwangerschaft gäbe es zahlreich verbreitete Vorurteile. So sollen etwa bei Mondwechsel besonders viele Kinder zur Welt kommen oder die Geburt unmittelbar bevorstehen, wenn bei zunehmendem Mond der Bauchumfang der Mutter mehr als 100 Zentimeter beträgt. Die aktuelle Studie widerlegt nun einen Einfluss des Mondes auf die Zahl der Geburten, da sich anhand der Daten kein Mondzyklus abzeichnete.

"Die empirische Arbeit", so die Pressemitteilung der MLU, "steht im Einklang mit weiteren Studien zu diesem Thema, die allerdings nie über solch einen langen Zeitraum Daten untersuchten. Bereits seit dem 19. Jahrhundert beschäftigen sich Wissenschaftler mit dem Einfluss des Mondes und seiner Phasen."

Stattdessen konnte Dr. Kuß jedoch einen Wochen- und auch einen Jahreszyklus feststellen: Statistisch wurden montags und dienstags die meisten und am Wochenende die wenigsten Kinder geboren. Eine mögliche Ursache hierfür sehen Mediziner in künstlich eingeleiteten Geburten, die in den Kliniken von den Wochenenden weg und auf Montage und Dienstage gelegt würden. Jahreszeitlich, so die Studie, kommen Ende September die meisten Kinder zur Welt, was für eine Zeugung in den Weihnachtsferien oder zumindest in der dunklen Jahreszeit spricht.

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Quellen: medizin.uni-halle.de / grenzwissenschaft-aktuell.de

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