Freitag, 23. Januar 2009

Forscher verschränken Atome auf einen Meter Entfernung

Archiv: Albert Einstein | Copyright: Public Domain (US. Military)

College Park/ USA - Einem Team internationaler Forscher ist es gelungen, zwei Atome mit einem Abstand von einem Meter miteinander zu verschränken.

Das von Albert Einstein noch als "spukhafte Fernwirkung" verspottete Phänomen, wenn sich zwei eigentlich voneinander unabhängige und entfernte Objekte oder Systeme abhängig zueinander völlig gleich und synchron Verhalten bzw. die gleichen Eigenschaften annehmen, konnte bereits anhand von Photonen über eine Distanz von mehreren Hundert Metern erzeugt werden.

Auch die so genannte Quanten-Teleportation zwischen Atomen war 2004 zum ersten Mal gelungen - damals mittels zweier Kalziumatome jedoch nur über eine Entfernung von zehn Mikrometern. Steven Olmschenk von der University of Maryland und seinem Team hingegen gelang dies nun über einen Abstand von einem Meter und berichteten über diesen Erfolg im Fachjournal "Science".

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
>>> HIER können sie unseren täglichen Newsletter bestellen <<<

Sie nutzen zwei einzelne Ytterbium-Ionen und programmierten mittels eines Mikrowellenimpulses den zu übertragenden Quantenzustand in eines der beiden Atome. Dann wurden beide Atome mittels eines Laserimpulses angeregt und emittierten je ein Photon, bevor sie in ihren ursprünglichen Zustand zurück kehrten. Die Forscher konnten nun beobachten, dass es anhand beider Atome zu einer Verschränkung mit dem emittiertem Photon kam. Mittels zweier Glasfaserkabel wurden die beiden Photonen dann zusammengeführt, einander überlagert und aus den beiden Verschränkungen von Atom und Photon eine Verschränkung der zwei Ytterbium-Atome erzielt.

Dieser Zustand, wenn also beide Atome einen identischen Quantenzustand haben, wolle die Forscher zukünftig etwa zur sicheren Kommunikation über große Distanzen nutzen - denn was über die Entfernung von einem Meter funktioniert, sollte (zumindest in der Theorie) auch über beliebig weite Entfernungen zwischen den verschränkten Objekten funktionieren.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / sciencenews.org
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE