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Dienstag, 27. Januar 2009

UFO über Süddeutschland bleibt ungeklärt

Die rekonstruierte Flugbahn des unidentifizierten Flugobjekts quer über Süddeutschland | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de

Saarbrücken/ Deutschland - Nachdem am Abend des 19. Januar 2009 ein unidentifiziertes Echo auf den Radarschirmen der Deutschen Flugsicherung (DFS) für Rätselraten sorgte (...wir berichteten), bleiben eine Woche später noch immer viele Fragen offen. In einem weiteren Interview mit "grenzwisseschaft-aktuell.de" erläutert der DFS-Pressesprecher weitere Informationen über den Vorfall.

Vor allem - dies zeigten auch zahlreiche Leserzuschriften an die Redaktion - blieb die Frage im Raum, warum es bei einer derartigen nicht zu identifizierten Ortung, die quer über den Süden Deutschland verfolgt werden konnte, einen der größten deutschen Flughäfen überflog, hier sogar durch eine direkte Sichtung optisch bestätigt wurde und dann in Richtung des US-Truppenübungsplatzes Grafenwöhr vorerst von den Radarschirmen verschwand, nicht zum Einsatz einer so genannten Alarmrotte der deutschen Luftwaffe gekommen war.

Hierzu erläuterte der Pressesprecher der Flugsicherung Axel Raab gegenüber "grenzwissenschaft-aktuell.de": "Natürlich ist der Einsatz einer Alarmrotte [also einer Formation aus zwei oder drei rund um die Uhr kurzfristig einsatzbereiten Abfangjägern, die die Lufthoheit der BRD gewährleisten] in solchen Fällen eigentlich zu erwarten. Als das Objekt, wie in diesem Fall jedoch in der Gegend von Welzheim von den Radarschirmen verschwunden war, ging man zunächst von einem Absturz aus, weswegen der Polizeihelikopter losgeschickt wurde, um das vermeintliche Absturzgebiet abzusuchen. Als dieser Einsatz jedoch erfolglos verlief wurde die Suche abgebrochen.

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Bei dem Signal selbst handelte es sich jedoch fortwährend um ein teilweise schwaches, später immer wieder verschwindenden und dann wieder auftauchendes Signal. Erst später konnte eruiert werden, dass es sich um das Echo ein und des selben Objekts gehandelt hatte. Die gesamte Flugroute, die sich nach dem ersten Verschwinden in der Gegend um Welzheim, bis Dinkelsbühl und in Richtung Grafenwöhr fortsetzte und zum ersten mal bei Lahr in Baden-Württemberg aufgenommen wurde, konnte erst am folgenden Tag genau rekonstruiert werden - und zu diesem Zeitpunkt war die potentielle Gefahrensituation schließlich nicht mehr gegeben."

Laut Raab belegen mittlerweile weitere hinzugezogenen Radaraufzeichnungen, dass das Objekt nicht - wie zuvor vermutet - in Grafenwöhr niedergegangen bzw. gelandet sei, sondern später noch in den tschechischen Luftraum eingedrungen sei, wo sich die Spur langsam verlor: "Aufgrund der instabilen Natur des Signals, das immer wieder auftauchte und verschwand, ist es schwer überhaupt Genaueres zu sagen."

Selbst militärische Geheimflüge - auch die anderer Staaten oder in Deutschland stationierter Truppen - werden, so Raab, in der Regel zuvor gemeldet, auch wenn die Natur und Absicht des jeweiligen Fluges dann natürlich verschleiert werde. "Selbst die umstrittenen CIA-Gefangenenflüge [bei welchen Flughäfen in Deutschland genutzt oder deutscher Luftraum durchflogen wurde] waren, als normale Flüge gekennzeichnet, der Flugsicherung gemeldet worden." Sollte es sich also um einen wie auch immer gearteten geheimen Militäreinsatz gehandelt haben, wäre zumindest grundsätzlich dessen Durchführung und Termine in aller Regel bekannt gewesen.

Die Qualität des Signals gebe kaum Möglichkeiten jetzt noch herauszufinden, um was für ein Objekt es sich damals gehandelt hatte, weswegen der Fall auch nicht weiter untersucht werde, so Raab weiter.

Ein unangemeldeter nächtlicher Ultraleichtflug quer durch die Bundesrepublik bis in die Tschechei hält Raab indes für wenig wahrscheinlich. "Eine derartige Aktion ist zwar nicht gänzlich auszuschließen, wäre aber unter den bereits diskutierten Umständen nicht nur illegal sondern auch sehr riskant. Ich sehe hierfür auch keine wirklichen Beweggründe. Dem von einigen immer wieder zur Diskussion gebrachte Schmuggel von Waren, Drogen oder gar Personen wäre mit Ultraleichtfliegern alleine schon durch die Nutzlastbegrenzung deutliche Grenzen gesetzt. Wir von der Deutschen Flugsicherung kennen keinen Fall, in dem eine solche Aktion bekannt oder aufgedeckt worden wäre."

Abschießend äußerte sich Raab sich auch kritisch gegenüber einer exotischen Erklärung in Sachen UFOs im Sinne außerirdische Besucher. Wie schon am Beispiel der Schmuggelflüge per Ultralight, wisse er auch diesbezüglich von keinem Fall einer Radarortung über deutschem Gebiet, in der das geortete Objekt sich jenseits der möglichen Flugeigenschaften eines konventionellen Flugzeuges verhalten habe.

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA

Mysteriöse Radarortung: Unbekanntes Flugobjekt über Süddeutschland
21. Januar 2009
Britische Luftwaffe: Abschussbefehl für UFOs

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