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Donnerstag, 5. Februar 2009

Sprachmimik beeinflusst Hörwahrnehmung

Archiv: Ohr | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de

New Haven/ USA - Forscher der zur Yale University gehörenden, sprachforschenden Haskins Laboratories haben herausgefunden, dass die Haut- und Muskelbewegung um unseren Mond herum nicht nur eine wichtige Rolle für den Klang unserer Stimme spielen, sondern auch dafür, wie unsere Worte gehört werden und wie wir selbst anderer Worte hören.

Das Team um Takayuki Ito, das die Ergebnisse seiner Experimente und Untersuchungen im Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht hat, nutzte eine Roboterapparatur, um die Gesichtshaut von Zuhörern während des Hörens in ähnlicher Weise zu verziehen, wie dies beim eigenen Sprechen geschehen würde. Dieser Vorgang, so die Studie, beeinflusste die Art und Weise, wie die Testpersonen von einem Computer eintönig gesprochenen Worte wahrnahmen.

Wurden die Gesichter der Probanden während der Versuche mehr nach oben gezogen, so klangen für die Testperson beispielsweise ein auf ähnliche Weise wie das englische Wort "had" (hatte) artikuliertes "head" (Kopf) mehr nach Letzterem, als wenn die entsprechenden Gesichtspartien nach unten gezogen wurden und die Zuhörer eher "had" zu hören glaubten.

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Die Ergebnisse der Experimente legen laut Ito nahe, dass während der neuralen Verarbeitung der gesprochenen Klänge auch das haptische Wahrnehmungssystem, also der Hautsinn, beteiligt ist. Sie zeigen, dass eine breite, nicht nur vom Hörsinn selbst abhängige Grundlage des Hörens gibt und dass die Wahrnehmung von Sprache auch wichtige neurale Verbindungen mit dem Sprachmechanismus selbst aufweist.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / haskins.yale.edu

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