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Sonntag, 22. März 2009

Fossilien belegen urzeitlichen Riesenräuber

Rekonstruktion der "Killer-Garnele" Hurdia victoria | Copyright: Marianne Collins

Uppsala/ Schweden - Immer wieder wurden unterschiedliche Funde fossiler Überreste eines nicht wirklich einzuordnenden Tieres, das vor rund 500 Millionen Jahren die Meere unsicher machte, verschiedenen Arten zugeordnet. Schwedischen, kanadischen und britischen Wissenschaftlern ist nun die vollständige Rekonstruktion gelungen. Diese belegt einen verhältnismäßig großen, Riesengarnelen-artigen räuberischen Gliederfüßer mit bizarren Merkmalen.

Etwa 20 Zentimeter - und damit für ein Garnelentier doch verhältnismäßig groß - wird "Hurdia victoria" von den Wissenschaftlern um Allison Daley von der Uppsala Universitet auch als "T. Rex des Kambriums" bezeichnet, die das Ergebnis ihrer Arbeit in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins "Science" ausführlich präsentieren.

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Besonders ihre nahezu den ganzen Körper bedeckenden Kiemen und ein mächtiger, dreiteiliger Kopfschild, zeichnen die Riesen-Garnele aus: "Diese Struktur ist anders als alles, was wir von anderen Fossilien oder lebenden Gliederfüßern kennen", erklärt Daley. "Der Zweck dieses großen Carapax, der sich von der Vorderseite des Kopfes aus ausdehnt, ist ein Rätsel." Die Kiemenstruktur von Hurdia victoria bedeckte hingegen den größten Teil des Körpers. Wahrscheinlich war diese Anordnung und Ausdehnung notwendig, um ein derart großes, aktiv schwimmendes Tier überhaupt ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen.

Gefunden wurden die Hunderte fossiler Exemplare von Hurdia victoria in Burgess Shale, einer bedeutenden, unter UNESCO Welterbeschutz stehenden Fossillagerstätte in der kanadischen Provinz British Columbia.

Maßgeblich für die erfolgreiche Rekonstruktion war ein erstaunlich gut erhaltenes Exemplar aus alten Sammlungen des Smithsonian National Museum of Natural History in Washington | Copyright: Allison Daley.

Basierend auf dieser Rekonstruktion, ordnen die Paläontologen das Tier eindeutig in die Gruppe anderer riesiger, garnelenähnlicher Gliederfüßer wie Anomalocaris und somit zu den größten Meeresräubern des Kambriums.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / uu.se

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