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Dienstag, 14. April 2009

NASA-Pläne: DNA-Analyse auf dem Mars

Schon das Logo des SETG-Projekts verdeutlicht die dahinterstehende Hypothese wonach das Leben mit Meteoriten nicht nur die erde, sondern auch den Mars befruchtet hat | Copyright: mit.edu/setg

Cambridge/ USA - Gefördert von der NASA arbeiten Wissenschaftler derzeit an einem hochgesteckten Ziel: Mit einer der zukünftigen Missionen, soll auch ein Instrument zum Mars entsannt werden, dass auf dem Roten Planeten nicht nur nach Spuren von DNA suchen, sondern diese noch vor Ort sequenzieren soll.


Gestützt wird die Entwicklung der Analyseeinheit zur "Search for Extraterrestrial Genomes (SETG, dt.: Suche nach außerirdischen Genomen) durch das Team um Greg Ruvkun von der sich immer weiter verbreitenden Vorstellung der Panspermie: Hiernach wurde die Saat des Lebens - etwa huckepack mit Meteoriten - von Planet zu Planet getragen wurde. Sollte diese Theorie zutreffen, so wäre eine gemeinsame Biochemie auf Erde und Mars (und möglicherweise auf weiteren Planeten) nicht nur möglich sondern auch wahrscheinlich. Die Forscher, die derzeit noch an einem Prototyp der Einheit bauen und diesen innerhalb der nächsten drei Jahre am Vulkan Copahue an der Grenze zwischen Argentinien und Chile testen wollen, hoffen, dass eine Endversion bereits 2018 zum Roten Planeten aufbrechen könnte. Da eine eigene Mission jedoch voraussichtlich zu teuer werden würde, wollen die Forscher und Ingenieure das DNA-Labor so klein wie möglich bauen, um es an Bord einer bereits eingeplanten Mission unterzubringen.

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Nachdem die Laboreinheit Boden- oder Eisproben auf dem Mars entnommen hat, könnte sie in einer Flüssigkeit gelöst und mit einem Färbemittel vermischt werden, das in Kontakt mit DNA fluoresziert. Ein Mikrofilter soll dann die positiven DNA-Partikel aussortieren und diese zur nächsten Analysephase, der Verstärkung der DNA, leiten, die mittels der so genannten Polymerase Millionen von identischen Kopien eines kurzen Teils der gefundenen DNA-Sequenz herstellt. In einem darauf folgenden Schritt soll dann bestimmt werden, ob die Mars-DNA Gemeinsamkeiten mit der irdischen DNA aufweist, um dabei auch gleichzeitig auch eine Kontamination der Proben mit irdischer DNA auszuschließen.

Während das Team um Gary Ruvkun darauf setzt, dass mögliches Leben auf dem Mars dem irdischen gleicht und somit auch auf dem selben oder zumindest merklich ähnlichen genetischen Code basiert, zeigen sich andere Forscher in dieser Frage eher zurückhaltend und spekulieren, dass Mars-Lebens sich auch völlig unabhängig entwickelt haben könnte und somit auch auf möglicherweise vollkommen unterschiedlichen biochemischen Grundlagen basiert - ein negatives Ergebnis einer DNA-Analyse auf dem Mars also keine allgemeingültige Aussage über die Existenz von Leben auf dem Roten Planeten zulasse.

Für das Team ist jedoch alleine die Möglichkeit, erfolgreich zu sein Ansporn genug: Ja, es sei reines Glücksspiel, so Ruvkun gegenüber dem "NewScientist": "Entweder wir nichts oder wir machen die wichtigste Entdeckung für lange, lange Zeit."

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / newscientist.com / mit.edu/setg / nasa.gov
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