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Mittwoch, 27. Mai 2009

Kann Glaube Krankheitsverläufe beeinflussen?

Archiv: CD4-Rezepetor Molekül | Copyright: Public Domain

Miami/ USA - Ein gelebter Glaube, ganz gleich welcher Religion, kann sich positiv auf Krankheitsverläufe auswirken. Davon sind nicht nur betroffenen Patienten, sondern auch mehr und mehr Mediziner und Forscher überzeugt, die zwar nicht die Heilsversprechen der Religionen beweisen, sondern die physio-psychologischen und neurologschen Auswirkungen positiver Spiritualität ergründen wollen. Auch eine US-Amerikanische AIDS-Forscherin forscht auf diesem Gebiete - mit erstaunlichen Ergebnissen.

Seit mehr als zehn Jahren befragt Gail Ironson von der University of Miami AIDS-Patienten über den Verlauf ihrer Krankheit und ihre persönlichen Einstellungen und Glaubensvorstellungen. "Wenn sie die Leute fragen, was es ihnen dabei hilft, so lange gesund zu bleiben, antworten eine Vielzahl ganz spontan mit 'Spiritualität'. Das war etwas, was immer wieder in meinem Befragung auftauchte und ich wollte wissen, was es damit auf sich hat", zitiert eine Artikelserie des "National Public Radio" (NPR) die Forscherin.

Anhand ihrer Befragungen hat Ironson zudem den Versuch unternommen, den Krankheitsverlauf der Patienten basierend auf deren spirituellen Glaubenswelten vorherzusagen. Hierbei nehmen zwei Indikatoren eine Schlüsselrolle ein: Zum einen ist dies die so genannte Viruslast, die Menge also eines im Organismus vorhandenen Virus und zum anderen das Vorhandensein der den CD4-Rezeptor tragenden Immunzellen, die dem Körper helfen, sich gegen die Auswirkungen des HI-Virus zur Wehr zu setzten.

Nach Jahren ihrer Befragungen will Ironson immer wieder beobachtet haben, dass eine Vielzahl von Patienten, die durch bzw. nach ihrer Diagnose zum Glauben gefunden haben, eine deutlich geringere Viruslast, stattdessen jedoch eine erhöhte Rate an Immunzellen aufwiesen als jene, die nach der Diagnose vom Glauben abfielen.

"Tatsächlich sank die Anzahl der Immunzellen bei Patienten, die aufgrund ihrer Diagnose Glauben und Hoffnung verloren hatten, 4,5 mal schneller als bei jenen, die durch die Diagnose zum Glauben fanden", zitiert der NPR-Bericht die Forscherin.

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