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Dienstag, 30. Juni 2009

Studie: Auch Frauen bemalten Steinzeithöhlen

Archiv: Handnegativ in der Höhle von Pech Merle | Copyright: Public Domain

State College/ USA - Bislang gingen die meisten Wissenschaftler davon aus, dass es sich bei den in zahlreichen Stenzeithöhlen im südwestlichen Europa gefundenen Handnegativen um Umrisse von Männerhänden handelt. Eine neue Studie belegt nun jedoch, dass mehrheitlich weibliche Künstlerinnen die Höhlenwände verziert hatten und wirft so ein gänzlich neues Bild auf die Rolle der Frau in den frühgeschichtlichen Gesellschaften.

Wie "Nationalgeographic.com" berichtet, analysierte der Archäologe Dean Snow von der Pennsylvania State University die Handnegative aus der Tropfsteinhöhle Pech Merle im Südwesten Frankreichs und El Castillo in Spanien und belegt, dass eine Vielzahl dieser Handbilder Frauen zugeschrieben werden können.

Besonders die auffallend langen Ringfinger seien ein eindeutiger Hinweis auf Frauenhände, so Snow, dessen Entdeckung eine bedeutendere Rolle der Frau in den steinzeitlichen Gesellschaften Westeuropas nahe legt als bisher angenommen.

Bislang ist jedoch die Rolle, welche die KünstlerInnen selbst innerhalb der Gesellschaften vor rund 20.000 bis 40.000 Jahren spielten gänzlich unbekannt. "Es ist jedoch ein wichtiger Schritt zu einem besseren Verständnis, dass wir nun wissen, dass ein Großteil dieser Künstler Frauen waren", kommentiert Snow seine Ergebnisse. Nun will er ähnliche Untersuchungen auch an Höhlenmalereien aus anderen Teilen der Erde durchführen.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nationalgeographic.com
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