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Montag, 29. Juni 2009

Supernovae sind Hauptquelle kosmischer Strahlung

Stoßwelle: Teil des Supernova-Überrests RCW 86 | Copyright: ESO/E.Helder et al./NASA/Chandra XRO

Utrecht/ Niederlande - Lange Zeit galt als rätselhaft, woher die sogenannte kosmische Strahlung, die aus dem All auf unser Sonnensystem und die Erde trifft, genau stammt. Ein internationales Astronomenteam hat diese Frage nun zumindest für den mittleren Energiebereich beantwortet und belegt, dass die Strahlung von explodierenden Sternen, sogenannten Supernovae, ausgeht.

Wie das Team um Jacco Vink und Eveline Helder vom Astronomischen Institut Utrecht anhand von Beobachtungen der rund 8200 Lichtjahre entfernten Supernova-Überreste von "RCW 86", einem Stern, dessen Supernova von chinesischen Astronomen im Jahre 185 beobachtet wurde, im Fachmagazin "Science" (Science.com) belegen, stoßen sterbende Sterne am Ende ihres Lebens ihre Außenschicht mit enorm hoher Geschwindigkeit ab, wobei sich im umgebenden Gas Stoßwellen bilden, in welchen Magnetfelder elektrisch geladene Partikel auf annähernde Lichtgeschwindigkeit beschleunigen. Wie effizient dieser Vorgang jedoch ist, war bislang noch unklar und Inhalt kontroverser Diskussionen.

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Mit dem Very Large Telescope der europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile und Aufnahmen des Röntgensatelliten-Teleskops Chandra konnten die Forscher nun messen, dass die Stoßwellen mehr als die Hälfte ihrer Energie in die Beschleunigung von Protonen übertragen, was die kosmische Strahlung im mittleren Energiebereich erklärt. Die Stoßwellen selbst breiten sich mit rund 6000 Sekundenkilometern aus, während sich das Gas hinter den Stoßwellen schwächer aufheizt, als bislang angenommen. Statt 500 Millionen, herrschen hier nur 30 Millionen Grad Celsius - ein Hinweis darauf, dass die Differenzenergie durch die Beschleunigung der Protonen aufgebraucht wurde.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / eso.org

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