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Samstag, 6. Juni 2009

Tasmanischer Tiger erneut gesichtet?

Archiv: Zwei Tasmanische Tiger im Zoo in Washington, 1902 | Public Domain

Nelson Victoria/ Australien - Der auch als Beutelwolf (Thylacinus cynocephalus) bekannte Tasmanische Tiger wurde in Australien noch bis in die frühen 1900er Jahre exzessiv bejagt und dadurch in freier Wildbahn wahrscheinlich ausgerottet. Immer wieder kommt es jedoch angeblich zu Sichtungen der scheuen Tiere, zuletzt in der Nähe der berühmten Princess Margaret Rose Höhle im Lower Glenelg National Park.

Wie "Borderwatch.com.au" berichtet, ist sich Richard Elliott aus Donovan sicher, das Tier am Nachmittag des 1. Juni von einer Landstraße in der Nähe einer Pinienplantage aus gesehen zu haben.

Zuerst habe er geglaubt, einen Fuchs zu beobachten, habe dann jedoch schnell bemerkt, dass das Tier dafür einen zu länglichen und schlaksigen Körperbau und einen zu langen schmalen Schwanz aufwies. Auch sei er sich sicher, dass es sich nicht um einen Hund oder eine Katze gehandelt habe. Ob das dünne, nahezu abgemagerte Tier jedoch die eigentlich für den Tasmanischen Tiger typischen Streifen gezeigt habe, habe er in der Kürze seiner Beobachtung nicht feststellen können.

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Das letzte bekannte Exemplar der Beutelwölfe verstarb 1936 im Beaumarais Zoo von Hobart. Der Grund für die Ausrottung war die von den weißen Farmern kolportierte Behauptung, dass die Beutelwölfe gefräßige Schafsräuber seien. In Wirklichkeit gingen die meisten gerissenen Schafe jedoch wahrscheinlich auf das Konto von verwilderten Hunden. Dennoch setzte in den 1830er Jahren die australische Regierung eine Belohnung von 25 Cent für jeden getöteten Tasmanischen Tiger aus. Zudem setzte wahrscheinlich eine Krankheit der stark dezimierten Population der Tiere zu, welche sich in plötzlich zurückgehenden Abschussraten um 1906 abzeichnete. Trotz zahlreicher Bemühungen internationaler Zoos gelang es nicht, die Art in Gefangenschaft zu züchten und so vor der Ausrottung zu bewahren.

Neben Bigfoot, Yeti, dem Ungeheuer von Loch Ness und dem Quastenflosser gilt der Tasmanische Tiger vielen Kryptozoologen oft als inoffizielles Wappentier der Forschung nach von der Wissenschaft noch nicht beschriebenen oder eigentlich ausgestorben geglaubten Tieren.

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Quellen. grenzwissenschaft-aktuell.de / borderwatch.com.au
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