Grafische Interpretation eines Allghoi Khorkhoi | Copyright: Pieter DirkxWüste Gobi - Zwei neuseeländische Journalisten wollen kommende Woche in die Wüste Gobi aufbrechen, um hier Sagen und Legenden auf den Grund gehen, wonach die Gobi Heimat eines unheimliches Wurmes sein soll, der aufgrund seines bizarren Aussehens von den Einheimischen "Allghoi Khorkhoi", der Innereienwurm, genant wird.
In der mongolischen Folklore heißt es, dass Allghoi Khorkhoi Säure spritzt und Blitze selbst über weite Entfernungen aussenden kann. Obwohl der auch als Mongolischer Todeswurm bezeichnete Kyrptid bislang noch nie belegt werden konnte, glauben viele Wüstenbewohner fest daran, dass es den bis zu 1,5 Meter langen Wurm, der den Innereien eines Rindes gleichen soll, tatsächlich gibt und wollen das Wesen auch bereits gesehen haben. In den Erzählungen heißt es weiterhin, dass er plötzlich aus dem Boden hervorbreche und Vieh und Menschen töten könne.
Gemeinsam mit dem Kameramann Christie Douglas will der Journalist David Farrier zwei Wochen in der Wüste Gobi verbringen, um hier eine Dokumentation über das vermeintliche Fabelwesen zu drehen. Hier will das Duo auch versuchen, die Existenz der Todeswürmer zu belegen.
Gegenüber neuseeländischen Medien erklärte Farrier, dass er deshalb so sehr an dem Todeswurm interessiert sei, da er zu den abscheulichsten Kreaturen gehöre, von welchen Legenden noch heutzutage noch berichten.
Im Gegensatz zu Europa und Nordamerika, so Farrier, wo sich Gerüchte über Kryptiden wie das Ungeheuer von Loch Ness oder Bigfoot schnell und medienwirksam verbreiten, sei dies in der Mongolei doch relativ ungewöhnlich. "Wenn ein Mongole behauptet, dass er eine große, wurmartige Kreatur in der Wüste gesehen haben will, hat er nicht wirklich Grund zu lügen."
Auch Farrier ist der Meinung, dass es sich bei Allghoi Khorkhoi, wenn es ihn gibt, sehr viel eher um ein Schlangentier als um einen klassischen, wenn auch übergroßen, Wurm handelt, da Würmer in der trockenen Gobi eher unwahrscheinlich seien.
Seit rund 100 Jahren gab es zahlreiche Expeditionen auf de Suche nach dem Todeswurm. Zuletzt hatten 2003 und 2005 Forscher vergebens nach Allghoi Khorkhoi gesucht. Nach seiner Expedition 2005 kam der Kryptozoologe Richard Freeman ebenfalls zu dem Schluss, dass es sich bei den Berichten wahrscheinlich um folkloristisch überzeichnete Begegnungen mit Sandboas oder Doppelschleichen (Ringelechsen) handelt. Zumindest die Ähnlichkeit mit einem Darm kann man unter bestimmten Umständen nicht abstreiten (s. Abb.)
Sandboa | Copyright: grande illusionFarrier und Douglas wollen den Wurm mittels Explosionen an die Oberfläche locken, da Erschütterungen angeblich die Wesen zum Auftauchen bewegen. Sollten die beiden erfolgreich sein, wollen sie das mystische Wesen jedoch nur auf Film bannen und nicht fangen oder gar töten. "Wir wollen ihn nicht ausstopfen, nur seine Existenz beweisen. Wenn wir den Wurm filmen können, genügt uns das."
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US-Forscher graben nach Riesenwurm14. Juli 2009
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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / 3news.co.nz / cryptomundo.com