Freitag, 3. Juli 2009

Kugelblitz explodiert in Münchner Biergarten

Kugelblitz (Illustration) | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de

München/ Deutschland - Eines der wohl ebenso seltenen wie selbst unter Meteorologen noch umstrittensten Naturphänomene - ein Kugelblitz - schlug am vergangenen Mittwoch Abend in den Biergarten der Naturfreunde unmittelbar neben dem Freibad Maria Einsiedel in München ein.

Wie die Münchner "Abendzeitung" berichtet, wurden zwei Personen leicht verletzt, als der von Zeugen als fußballgroß beschriebene Kugelblitz in eine Kastanie einschlug und deren Rindensplitter Meter weit durch die Luft geschleudert wurden: "Ein Erwachsener stürzte durch den Blitzschlag von der Bank und blieb mit Lähmungserscheinungen im rechten Bein liegen. Er wurde von Besuchern in die nahe Gaststätte getragen. Auch ein weiterer Erwachsener erlitt Verletzungen. Beide kamen in Krankenhäuser."

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Laut Zeugenbeschreibung sei der Kugelblitz zuvor über die Wiese her gekommen und schlussendlich den Kastanienbaum hoch gerollt, in dessen Wipfel es dann zu einer bombenartigen Explosion kam.

Worum es sich bei Kugelblitzen tatsächlich handelt, wird unter Forschern und Wissenschaftlern immer noch heftig diskutiert. Doch selbst eine Vielzahl an Meteorologen ist mittlerweile davon überzeugt, dass es sich bei Sichtungen derartiger Ereignisse nicht um Einbildung, Restbilder von gewöhnlichem Blitzlicht oder gar Spinnerei, sondern um seltene meteorologische Phänomene handelt.

Eine Theorie, so erläutert der BBC-Meteorologe Dereck Brockway, geht davon aus, dass es sich bei Kugelblitzen um einen ionisierten Plasma-Klumpen handelt, der von magnetischen Feldern zusammengehalten wird.

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Meist werden die schon seit Jahrhunderten beschriebenen Erscheinungen als kugelförmige, oft funkensprühende und hochenergetische Gebilde beschrieben, die selbst Wände und feste Gegenstände durchdringen und hier und da erheblichen Schaden anrichteten.

Wissenschaftlich wurde schon mehrfach versucht, das Phänomen im Labor zu reproduzieren. Dabei gelang es besonders unter Hinzuziehung von Entladungen, Mikrowellen und Plasma entsprechende kugelförmige und selbstschwebende Gebilde zu erzeugen. Doch auch sie konnten nicht alle bislang beschriebenen Eigenschaften erklären.

Zumindest gegen den Erklärungsversuch, dass es sich bei Kugelblitzen lediglich um Restbilder durch starke Blendungen - etwa durch Sonnenlicht oder vorige Blitze - auf der Netzhaut, also um optische Täuschungen handelt, sprechen wie auch im aktuellen Fall die von den Erscheinungen vielerorts verursachten Schäden.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / abendzeitung.de

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