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Dienstag, 25. August 2009

Forscher filmen aufwärts schießende Blitze

Aufnahmen der seltenen, aufwärts gerichteten Blitze | Copyright: Steven Cummer

Durham/ USA - Forschern der Durham University ist es gelungen, gewaltige Blitze zu fotografieren und zu vermessen. Diese zucken nicht wie gewohnt in Richtung Erdoberfläche, sondern bis zu 60 Kilometer in die Ionosphäre hinein nach oben.

Statt zu Boden, wird die Energie der Blitze in diesen Fällen nach oben in die höhere Atmosphäre entladen. Die sogeannnten "Gigantischen-Jets" konnten bislang erst nur höchst selten beobachtet werden. In der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins "Nature Geoscience" haben die Forscher um Professor Steven Cummer ihre Messungen und Fotos nun veröffentlicht.

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Nach bisherigem Kenntnisstand, treten die aufwärts gerichteten Blitze nicht bei jedem Gewitter auf und ihre Entstehung gilt immer noch als rätselhaft. "Wir können eindeutig aufzeigen, dass es sich dabei nicht um einfache Funkenentlandungen gewöhnlicher Blitze bei Gewittern handelt", zitiert die BBC den Blitzexperten Cummer. "Sie transportieren in etwa genau so viel Ladungsenergie in die obere Atmosphäre, wie normale starke Blitze in Richtung Boden."

Allerdings bewegt sich die Ladung der Jets deutlich schneller und weiter, wie jener gewöhnlicher Blitze, da sie in der dünneren Atmosphärenschicht auf weniger Widerstand stoßen. Nicht zuletzt aus diesem Grund konnten die bizarren Blitze bislang auch nur selten fotografiert und dokumentiert werden.

Sogenannte Kobolde, Entladungen oberhalb der eigentlichen Gewitterwolken | Copyright: Univ. of Alaska Fairbanks

Auch die neuen Aufnahmen entstanden denn auch eher zufällig, während die Forscher eigentlich sogenannte "Spirtes" (Kobolde) fotografieren wollten - ein ebenfalls seltenes und größtenteils noch unverstandenes Wetterphänomen, wenn es oberhalb der eigentlichen Sturmwolken zu blauen und roten, fächerartigen Entladungen kommt.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nsf.gov / bbc.co.uk
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