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Sonntag, 30. August 2009

Analyse: Mondgestein ist aus Holz

Falscher Mondstein im niederländischen Nationalmuseum | Copyright: rijksmuseum.nl

Amsterdam/ Niederlande - Neben den auf dem Mond zurückgelassenen wissenschaftlichen Instrumenten , Mondautos, Landeeinheiten und Fußspuren der Astronauten, gelten vor allem auch die 381 Kilogramm zur Erde zurückgebrachtes Mondgestein als Beweis dafür, dass US-amerikanische Astronauten während der Apollo-Missionen (1969-1972) den Mond betreten haben. Auch im niederländischen Rijksmuseum wird ein Mondbrocken ausgestellt. Eine neue Untersuchung hat nun jedoch gezeigt, dass es sich lediglich um versteinertes Holz handelt - Wasser auf den Mühlen der Theorie um eine angebliche Mondlandeverschwörung.

Wie die Wissenschaftler um Frank Beunk and Wim van Westrenen von der "Vrijen Universiteit" zu Amsterdam im Universitätsmagazin "Oog" (Auge) berichten, handele es sich um ein nahezu wertloses Stück gewöhnliches versteinertes Holz.

Bereits seit Jahrzehnten gilt der Brocken Mondgestein als eine der Hauptattraktionen des Niederländischen Staatsmuseums und war über die Versicherungssumme von 500.000 Euro versichert.

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Der "Stein" wurde dem einstiegen Premierminister der Niederlande Willem Drees (Amtszeit 1948-58) aufgrund dessen Faszination für die Mondlandung, von dem US-amerikanischen Botschafters Middendorf als Geschenk der Apollo-11-Astronauten noch 1969 übergeben und ging nach dem Tod des Politikers in den Besitz des Museums über. Die Authentizität sei damals von der NASA während eines Telefonanrufs bestätigt worden. Neben den Niederlanden erhielten rund 100 weitere Länder Proben des von den Apollo-Astronauten zur Erde gebrachten angeblichen Mondgesteins. Die Tatsache, dass es sich bei dem Brocken im Rijksmuseum um gewöhnliches versteinertes Holz handelt, können sich auch die US-Behörden bislang nicht wirklich erklären.

In anderen Fällen unterscheiden sich die Gesteinsproben vom Mond allerdings nachweislich von irdischem Gestein, wenn Mineralien, wie etwa Armalcolit, Tranquilityit und das nur bei fehlender Atmosphäre in hohen Mengen auffindbare 3He-Isotop sowie weitere teilweise vor den Mondlandungen noch unbekannte Isotope wie Neptunium 237Np oder der ungewöhnlich hohe Anteil an Uran 235U, festgestellt und deutliche Einschläge von Mikrometeoriten gefunden wurden.

Mondlandungsverschwörungstheoretiker verweisen hingegen darauf, dass Gesteinsproben auch von unbemannten Sonden entnommen und zur Erde gebracht werden können - so geschehen etwa während der russischen Luna-Mission, die jedoch (im Gegensatz zu den 381 Kilogramm der NASA) offiziell nur wenige hundert Gramm Mondgestein zur Erde brachte. Auch ist auf der Erde Mondgestein in Form von Mondmeteoriten zu finden, von welchem bislang jedoch insgesamt nur 30 Kilogramm gefunden wurden.

Der Umstand, dass nun angebliches Mondgestein aus NASA-Quelle, nichts anderes ist, als gewöhnliches versteinertes Holz, dürfte den Theorien um die angeblich nie stattgefundene Mondlandung erneut Nahrung verschaffen.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / oogmagazine.nl / rijksmuseum.nl / wikipedia.de
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