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Mittwoch, 2. September 2009

Astronomen finden stillsten, trockensten und kältesten Ort der Erde

Archiv: Endlose Schnee- und Eiswüste der antarktischen Ebene "Dome C" | Copyright: Stephen Hudson/GNU FDL/CCAttributionShareAlike 3.0

Sydney/ Australien - Auf der Suche nach einem geeigneten Ort für die Errichtung einer neuen Sternwarte haben US-amerikanische und australische Astronomen den stillsten, trockensten und kältesten Ort der Erde identifiziert. Bislang wurde die Region in der australischen Antarktis wahrscheinlich noch von keinem Menschen betreten. Das könnte sich jedoch bald ändern, da sich der Himmel von hier aus dreimal schärfer zeigt und beobachten lässt als von anderen Orten auf unserem Planeten.

Anhand von Satellitendaten und meteorologischen Messungen zu Temperatur, Wolkenbedeckung, Luftqualität, Windrichtung und atmosphärischer Störungen, haben die Forscher um Dr. Will Saunders von der "University of New South Wales" das 4053 Meter hoch gelegne antarktische Plateau "Ridge A" als idealsten Ort für ein zukünftiges Observatorium ausgemacht.

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Bei einer durchschnittlichen Wintertemperatur von minus 70 Grad Celsius, kaum Luftfeuchtigkeit - somit auch kaum Wolken und Dunst - und einem Minimum an atmosphärischen Störungen wird hier sogar das sonst störenden Funkeln der Sterne auf ein absolutes Minimum reduziert: "Hier ist es so still, da es nahezu keinen Wind und kein Wetter gibt", kommentiert Saunders das Ergebnis der Suche. "Astronomische Aufnahmen, die von Ridge A aus gemacht werden, sollten mindestens dreimal schärfer sein, als von jeglichen anderen astronomischen erdgebundenen Beobachtungsorten. Hier ist der Himmel wesentlich dunkler und trockener, sodass selbst mittelgroße Teleskope von hier aus eine Qualität erreichen, wie sie anderswo nur mit den größten Teleskopen erzielt werden kann." Selbst die Teleskopstandorte auf Hawaii und Chile könnten von dem Antarktis-Teleskop übertroffen werden.

Der beste Ort für ein Observatorium auf dem 150 Kilometer langen Ridge A wäre demnach der hiesige, als "Dome A" bezeichnete, höchste Punkt, berichten die Forscher aktuell im Fachmagazin "Publications of the Astronomical Society of the Pacific". Auch Europa und China planen derzeit Himmelsobservatorien in der Antarktis.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / unsw.edu.au
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