Dienstag, 6. Oktober 2009

Archäologen finden Draculas Keller

Historische Darstellung aus der Brodoc-Chronik zeigt Vlad III. speisend während einer Massenpfählung | Copyright: Public Domain

Pecs/ Ungarn - In der südungarischen Stadt Pecs sind Archäologen auf ein Kellergemäuer gestoßen, dass sie dem historischen Vorbild für den Vampirfürsten Graf Dracula, dem walachischen Fürsten Vlad III. Draculea zuordnen.

Laut den Archäologen um Tomas Fedeles von der Universität Pecs handelt es sich um die Kellerräume eines einstigen zweistöckigen Hauses, das einst am zentralen Platz der historischen Stadt gestanden habe. Aus historischen Dokumenten geht auch ein "Drakulya", von dem die Archäologen glauben, dass es sich um Vlad III. handelt, als einstiger Besitzer hervor.

Wie "Astigan.com" berichtet, handele es sich um einen der beeindruckendsten mittelalterlichen Keller überhaupt und die Forscher erhoffen sich von weiteren Ausgrabungen vor Ort neue wichtige Informationen. Sollten jedoch keine wichtigen Gegenstände gefunden werden will die ungarische Altertumsverwaltung die Räume schon bald wieder auffüllen, da man hier nicht glaubt, dass der Keller eindeutig dem "Dracula Haus" zugeronet werden könne.

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Porträt von Vlad III. in Schloss Ambras | Copyright: Public Domain

Vlad III. wurde 1431 wahrscheinlich im transsilvanischen Sighisoara geboren und wurde aufgrund seiner Vorliebe für die Hinrichtungsart der Pfählung im Volksmund auch als "Vlad Tepes" (Vlad der Pfähler) genannt. Sein zusätzlicher Beiname "Draculea" (Sohn des Drachen) geht auf die Mitgliedschaft seines Vaters Vlad II. (Dracul) im sogenannten Drachenorden (lat. Draco = Drache) zurück, wurde jedoch oft, gerade vor dem Hintergrund der späteren Vampirassoziation mit "Sohn des Teufels" (rum. Drac = Teufel) falsch übersetzt.


Die zahlreichen Legenden rund um die bizarren Vorlieben des Grafen, etwa die Behauptung, er habe während Massenhinrichtungen gegessen, dienten später dem britischen Schriftsteller Bram Stokers als Vorlage für seinen Vampirroman "Dracula".

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Quellen: genzwissenschaft-aktuell.de / pte.hu / astigan.com
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