Samstag, 24. Oktober 2009

Forscher berechnen die Anzahl möglicher Universen in einem Multiversum

Parallel existierende Universen im Multiversum (Illu.) | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de

Stanford/ USA - Nicht ein einziges Universum, sondern zahlreiche Universen nebeneinander, sollen laut der Theorie des sogenannten Multiversums zeitgleich und möglicherweise auch multidimensional existieren. Basierend auf diesem Vorstellungsgebilde haben sich Wissenschaftler nun daran gemacht, die mögliche Anzahl der Universen in diesem Multiversum zu berechnen. Auch für den zumindest Theoretischen Umgang mit grenzwissenschaftlichen Phänomenen sind derartige Überlegungen interessant.

Folgt man der Vorstellung eines Multiversums, so stellt sich relativ schnell die Frage nach der Anzahl der Universen in diesem Gebilde. Andrei Linde, einer der Vordenker der Theorie, wonach beim Urknall nicht nur das unsere, sondern zeitgleich zahlreiche Universen entstanden sind, hat gemeinsam Vitaly Vanchurin nach einer Antwort auf diese eigentlich unbeantwortbare Fragestellung gesucht.

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Gemäß den beiden Wissenschaftlern habe es sich beim Urknall um einen Prozess auf Quantenebene gehandelt, der wiederum Quantenschwankungen im frühen Universum verursacht hatte. Das Universum sei dann in eine Phase extrem rascher Expansion geraten, wie sie Linde als "Inflation" bezeichnet und wie sie unmittelbar nach dem Urknall stattgefunden haben soll. Innerhalb dieses Vorgangs seien dann im Multiversum inselartig verfestigte Universen mit jeweils unterschiedlichen Qualitäten und unterschiedlichen Gesetzmäßigkeiten entstanden.

In ihrer Berechnung haben sich Linde und Vanchurin die Frage gestellt, wie viele unterschiedliche Universen unter diesen Umständen entstanden sein könnten. Als Ergebnis ihrer Überlegungen glauben die Forscher und sind auf mindestens 10^10^10^7 Universen gekommen. Selbst Linde und Vanchurin bezeichnen diese Zahl unübertrieben gigantisch.

Die Anzahl jener dieser Universen, die wir aus unserem eigenen heraus wahrnehmen könnten, hängt laut den Wissenschaftlern wiederum von den Eigenschaften des Beobachters, in unserem Fall also dem Vorstellungsvermögen des menschlichen Gehirns ab. Durchschnittlich könne ein Mensch zu Lebzeiten rund 10^16 Bits an Informationen aufnehmen. Für ein typisches Menschenhirn währen also 10^10^16 Konfigurationen und somit also auch entsprechend viele mögliche Universen vorstellbar.

Auch aus konkret grenzwissenschaftlicher Sicht, sind derartige Berechnungen nicht uninteressant, glauben doch zahlreiche grenzwissenschaftlich tätige Forscher und Wissenschaftler, dass viele sogenannte paranormale Erscheinungen und Phänomene auch auf Wechselwirkungen mit den beschriebenen Paralleluniversen zurückgehen könnten. So müssten tatsächliche UFOs nicht zwangsläufig außerirdischen Ursprungs sein, sondern es könnte laut Paralleluniversen-Theorie sich auch um intelligente Lebewesen handeln, die das (multidimensionale) Reisen zwischen den Universen beherrschen. So gedacht eröffnen sich auch für zahlreiche andere Phänomene - zumindest theoretisch - völlig neue Erklärungsansätze.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / technologyreview.com / arxiv.org


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