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Freitag, 16. Oktober 2009

Polnische Kirche bestätigt Hostien-Wunder

Archiv: Eine sog. Monstranz zur Aufbewahrung konsekrierter Hostien | Copyright: Broederhugo/nl.wikipedia/GNU FDL

Sokolka/ Polen - Ein sogenanntes Hostien-Wunder sorgt derzeit in Polen für Aufsehen und Kontroversen, soll sich doch im vergangenen Frühjahr eine in Wasser aufgeweichte Hostie in ein Stück menschlichen Herzens verwandelt haben. Wie das katholische Nachrichtenportal "Kath.net" berichtet, hat das Erzbistum Bialystok die Vorgänge nun untersucht und das Wunder de facto als echt anerkannt. Jetzt sollen die Unterlagen an den Vatikan weitergeleitet werden.

In einer Erklärung der Diözese wurde mitgeteilt, dass das Ereignis nicht im Widerspruch zur Lehre der Kirche stehe, sondern diese vielmehr noch bestätigen würde. Ausgang der mysteriösen Vorgänge in Sokolka war das Missgeschick eines Priesters, der während der Austeilung der heiligen Kommunion, eine der geweihten heiligen Hostien zu Boden fallen ließ.

Nach dem römisch-katholischen Glauben wandelt sich die ursprünglich profane Hostie durch die sogenannte Wandlung in den wahrhaftigen "Leib Christi". Den so konsekrierten Hostien wird aufgrund dieses Umstandes in der katholischen aber auch in der orthodoxen Kirche höchster Respekt und Anbetung entgegengebracht.

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Fällt, wie aktuell in Sokolka, eine geweihte Hostie zu Boden, sodass sie nicht mehr vom Priester selbst verzehrt werden kann, ist es für gewöhnlich Brauch, diese Hostie in einem liturgischen Gefäß, einem sogenannten Vasculum, so lange in Wasser aufzubewahren, bis sich die Oblate darin aufgelöst hat und fortan also nicht mehr als "'Leib' Christi" bezeichnet werden kann.

Nachdem auch in der St. Antonius-Pfarrei von Sokolka derart vorgegangen wurde, wurde das Vasculum nach einigen Tagen geöffnet und festgestellt, dass sich das darin befindliche Wasser rot gefärbt hatte. Auf ein Korporale ausgegossen, fand sich neben Teilen der Hostie auf dem Leinentuch auch ein Stück Gewebe. Dieses wurde unmittelbar danach von zwei unabhängigen Wissenschaftlern der medizinischen Universität Bilaystok, Professor Lech Chyczewski und Professor Maria Sobaniec-Lotawska untersucht und als Stück menschlichen Herzmuskelgewebes identifiziert, so "Kath.net".

"Ein eucharistisches Wunder ist ein großes Ereignis, auf welcher Ebene auch
immer man es betrachten möchte: auf theologischer, philosophischer oder medizinischer Ebene. Ich kann nur bestätigen, dass das, was hier berichtet wird, der Wahrheit entspricht", zitiert das Nachrichtenportal die Aussagen der Wissenschaftlerin gegenüber polnischen Medien.

Die Ergebnisse der Mediziner wurden nun im Abschlussbericht der am 30. März 2009 einberufenen Untersuchungskommission erneut bestätigt: Diese konnte auch keine Eingriffe von Dritten nachweisen. Laut Aussagen der polnischen Diözese bekenne sich die dir Kirche dazu, dass sich nach den Konsekrationsworten durch die Macht des Heiligen Geistes das Brot in den Leib Christi und der Wein in sein Blut verwandeln.

Hostienwunder haben gerade in der römisch-katholischen Kirche eine lange Tradition, wenn der eigentlich nicht sinnlich wahrnehmbare Akt der Wandlung von der profanen Oblate in den wahrhaftigen "Leib Christi" (Konsekration) durch materielle Manifestationen sichtbar zu werden scheint.

Meist handelt es sich dabei um Blutspuren, die sich auf wundersame Weise auf den Hostien zeigen sollen. In selteneres Fällen, wie nun auch ähnlich in Sokolka, sollen sich konsekrierte Hostien auch schon vor den Augen der Priester und Gläubigen in Fleisch oder der Wein in Blut verwandelt haben.

Kritiker hingegen vermuten hinter derartigen Berichten Täuschung, Betrug oder Fehlinterpretationen gewöhnlicher Vorgänge. Selbst die Kirche zeigt sich heute meist kritisch gegenüber Berichten von Hostien- bzw. Eucharistiewundern. So führt beispielsweise das Bakterium Serratia marcescens zu roten blutähnlichen Erscheinungen und entfaltet sich auch dann besonders gut, wenn es mit in Wein getränkten Oblaten in Berührung kommt, eine gerade im späten Mittelalter übliche Aufbewahrungsweise konsekrierter Hostien. Gewebestücke, die menschlichem Herzmuskelgewebe ähneln, erklärt das Bakterium jedoch nur schwerlich.

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