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Mittwoch, 25. November 2009

Auswertung der NASA-Akten zum angeblichen UFO-Absturz von Kecksburg

Rekonstruktion des Kecksburg-Absturzes (Illu.) | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de


Washington/ USA - Am 9. Dezember 1965 soll ein unbekanntes Flugobjekt in einem Waldstück bei Kecksburg abgestürzt oder kontrolliert gelandet sein. Unmittelbar darauf soll die Gegend weiträumig von Militär abgeriegelt worden und ein VW-Bus großes, eichelförmiges Objekt abtransportiert worden sein. Seit 2002 bemüht sich die Journalistin Leslie Kean gemeinsam mit UFO-Forschern um die Veröffentlichung der NASA-Akten zu dem Vorfall. Jetzt liegt die Auswertung der erst nach einem langwierigen juristischen Prozedere von der NASA veröffentlichten Unterlagen vor.

Nachdem die NASA bereits 2007 nichts sagende Informationen zum Kecksburg-Zwischenfall veröffentlicht hatte (...wir berichteten), verfügte Richter Emmet G. Sullivan im vergangenen Oktober, dass die amerikanische Raumfahrtbehörde erneut nach weiteren Akten suchen und diese veröffentlichen musste. Eine weitere Anordnung erbrachte dann im August 2009 weitere Akten der US-Raumfahrtbehörde.

In ihrem Bericht mit dem Titel "The Conclusion of the NASA Lawsuit - Concerning the Kecksburg, PA UFO case of 1965" hat Kean auf den Seiten der sie unterstützenden "Coalition for Freedom of Information" (freedomofinfo.org) die Ergebnisse ihrer Auswertung der vorgelegten NASA-Akten nun zusammengefasst und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis bezüglich der Inhalte dieser Unterlagen und deren Bezug zum Kecksburg-Ereignis.

Zwar fänden sich in den Akten keine Beweise und Informationen dazu, was 1965 in Kecksburg von Himmel gefallen sei, doch offenbare der Prozess und die Akten selbst zahlreiche interessante Ungereimtheiten und Merkwürdigkeiten rund um den Fall und das Vorgehen der Weltraumbehörde. So konnten gerade die wichtigsten Akten zum Fall trotz richterlicher Anordnungen, diese intensiv zu suchen, nicht mehr aufgefunden werden oder - so hieß es von Seiten der NASA - seien mittlerweile zerstört worden.

Aus der Durchsicht der Unterlagen ergeben sich laut Kean auch zahlreiche Fragen bezüglich den Ereignissen von Kecksburg vor dem Hintergrund des sogenanten "Project Moondust", einem Projekt der US-Regierung, welches sich mit der Untersuchung nicht-US-amerikanischer bzw. unbekannter Objekte im Weltraum beschäftigte. Tatsächlich zeigen nun einige Unterlagen in den NASA-Akten, dass unterschiedliche US-Behörden an diesem Projekt beteiligt waren und die NASA selbst für die Bergung und Untersuchung von Trümmerteilen verantwortlich war.

Da auch die veröffentlichten NASA-Akten kein neues Licht auf die eigentliche Herkunft des Kecksburg-Objekts werfen konnten, bleibt für Kean weiterhin Raum für unterschiedliche Erklärungsmöglichkeiten - auch für jene, die in dem Objekt ein außerirdisches Vehikel sehen.

Als weitere Möglichkeiten kämen zwar auch geheime US-Projekte oder fremdländische Hardware in Frage, beide Erklärungen seien jedoch eher unwahrscheinlich, so Kean. Zu dieser Einschätzung kommt die Journalistin aufgrund der Daten für orbitale Trümmer aus den Aufzeichnungen des U.S. Space Command und der entsprechenden russischen Behörde, wonach es sich zumindest mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht um ein US-amerikanischen oder russisches Raumschiff oder Sonde gehandelt habe.

"Entweder es war also ein (exotisches) UFO oder ein super-geheimes US-Projekt", so Kean gegenüber "Space.com". "Wenn es sich aber um Letzteres gehandelt hätte, warum - so frage ich mich - können sie dies nicht 40 Jahre später zugeben? Die Möglichkeit, dass es sich also um ein wirkliches (fremdartiges) UFO gehandelt hat, bleibt also weiterhin bestehen."

Jenseits aller UFO-Fragen habe die Angelegenheit aber erneut interessante Aspekte und Probleme im Umgang von Behörden mit Anordnungen und Umsetzung von Anfragen und Antworten auf Grundlage des "Freedom of Information Act", dem US-Gesetz zu Veröffentlichung einst geheimer Regierungs- und Militärakten, aufgezeigt.

- Den vollständigen Abschlussbericht von Leslie Kean auf den Seiten der finden Sie HIER

Glaubt man zahlreichen Augenzeugen, darunter Anwohnern, Feuerwehrmännern und Journalisten, so soll am 9. Dezember 1965 ein unbekanntes Flugobjekt in einem Waldstück bei Kecksburg abgestürzt oder kontrolliert gelandet sein. Unmittelbar darauf sei die Gegend weiträumig von Militär abgeriegelt worden und ein VW-Bus großes, eichelförmiges Objekt mit „hieroglyphenartiger Aufschrift“ vom Ort des Geschehens wegtransportiert worden sein.

Dem Ereignis voraus gingen Beobachtungen von Tausenden von Augenzeugen über einen Feuerball, der über den Himmel von Nordamerika hinweg geschossen sei und dabei auch Trümmerteile verloren habe. Offizielle Stellen erklärten den Feuerball später als Meteor oder Satellitentrümmer.

Dass die Beobachtungen im Wald von Kecksburg tatsächlich vom amerikanischen Militär zumindest untersucht wurden, belegen offizielle Akten darüber in den Archiven von "Project Blue Book" - einer Studie der US Air Force zur Untersuchung von UFO-Sichtungen in den Jahren 1952 bis 1969. Hierin heißt es jedoch, dass die Suchmannschaften "absolut nichts" gefunden hätten.

>>>WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA<<<

NASA-Akten zum UFO-Zwischenfall von Kecksburg eingetroffen

24. Juni 2008

US-Gerichtsbeschluss: NASA muss weitere Akten zu Keksburg-UFO-Zwischenfall suchen
28. Oktober 2007


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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / freedomofinfo.org / space.com
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