https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de


Donnerstag, 5. November 2009

Cassini: Sonde durchfliegt erneut Fontänen auf Enceladus

Die Enceladus-Fontänen beim Anflug der Sonde am 2. November 2009 | Copyright: NASA/JPL/Space Science Institute

Pasadena/ USA - Am vergangenen Montag, dem 2. November 2009, hat die Raumsonde Cassini die Wassereisfontänen am Südpol des Saturnmondes Enceladus so tief wie noch bei keinem Vorbeiflug zuvor durchflogen, um durch eine erneute Analyse weitere Aufschlüsse über den Ursprung der Fontänen zu erlangen. Viele Planetenwissenschaftler vermuten, dass die Fontänen von einem flüssigen Ozean unterhalb der gefrorenen Kruste gespeist werden, in dem es dann möglicherweise auch Leben geben könnte.

Bei dem neusten Durchflug durch die Eisfontänen passierte die Sonde die Oberfläche des Mondes in nur 100 Kilometern Höhe. Bei vorigen Passagen betrug dieser Abstand noch rund 260 Kilometer.

Durch die wesentlich dichtere Nähe zur Oberfläche, also auch gleichzeitig zur Quelle der Fontänen, erhoffen sich die Wissenschaftler nun auf Moleküle gestoßen zu sein, die den Sensoren der Sonde zuvor noch entgangen waren - möglicherweise also auch Moleküle, die Rückschlüsse auf Leben in dem vermuteten Ozean zulassen könnten.

Zugleich suchen die Forscher auch nach Hinweisen auf Krypton und andere Edelgase, unreaktive Atome, die seit der Entstehung des Mondes stabil geblieben sind und Aufschlüsse über die Art und den Ort der Entstehung von Enceladus ermöglichen.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
>>> HIER können sie unseren täglichen Newsletter bestellen <<<

Aktuelle Untersuchungen zweier Wasserstoff-Isotope legen die Vermutung nahe, dass Enceladus merkwürdig kometenartig ist - eine Einsicht, die wiederum die Vermutung nahe legt, dass der heutige Mond nicht in der Nähe des Saturn, sondern sehr viel weiter am Rande unseres Sonnensystems, zwischen Uranus und Neptun entstand.

Cassinis nächster Durchflug durch die Fontäne ist für April 2010 angesetzt. Dann soll die Sonde die Fontänen ohne Hilfe von Raketenschub durchfliegen, wodurch die Forscher die Wechselwirkung der Gravitationskräfte des Mondes präzise vermessen wollen. Dadurch erhoffen sich die Forscher weitere Hinweise darüber, ob es unter der Eiskruste von Enceladus einen flüssigen Ozean gibt.

>>>WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA<<<

Chancen für lebensfreundlichen Ozean auf Saturnmond Enceladus steigen
24. Juli 2009
Saturnmond Enceladus speit salziges Meerwasser
25. Juni 2009
Wissenschaftskontroverse: Salziger Wasserozean auf Saturnmond Enceladus oder nicht...?

26. Juni 2009

Frost-Tau-Zyklus auf Saturnmond Enceladus?
3. Juni 2009
Salze in Enceladus-Fontänen weisen auf Wasserozean auf Saturnmond
29. April 2009

Bücher zum Thema:

- - -

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov / newscientist.com
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE