Erdölförderung in Nussdorf bei Landau in der Pfalz | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.deWashington/ USA - US-amerikanische Wissenschaftler haben in Experimenten nachgewiesen, dass Erdöl und Erdgas nicht alleine durch die Umwandlung biologischer Stoffe, sondern auch rein durch chemische Reaktionen zwischen Kohlensdioxid und Sauerstoff entstehen kann. Damit widersprechen die Ergebnisse der derzeitigen Lehrmeinung, stützen jedoch frühe Theorien zur Erdöl- und Erdgasentstehung aus dem 19. Jahrhundert.
Das bisherige Lehrmodell geht davon aus, dass etwa Erdöl aus abgestorbenen Meeresorganismen wie Algen entsteht, wenn diese auf den Meeresgrund sinken und hier im Laufe von mehreren hunderttausend bis mehreren Millionen Jahren gewaltige Sedimentfolgen aus dem biogenen Material entstehen, zugleich lokale Sauerstoffarmut die vollständige Verwesung der Biomasse verhindert und ein Faulschlamm entsteht, der durch hinzukommende Sedimentschichten immer höherem Druck und Temperaturen ausgesetzt sind. Hierbei werden die in der Biomasse enthaltenen wasserunlöslichen Kohlenwasserstoffe (sog. Kerogene) in gasförmige und flüssige Kohlenwasserstoffketten aufgespalten und können dann in sogenanntem Speichergestein umgewandelt in Erdgas und Erdöl eingelagert werden.
Schon 1877 formulierte unter anderem der russische Chemiker Dmitri Iwanowitsch Mendelejew die Theorie der abiotischen Synthese von Methan, dem Hauptbestandteil von Erdgas.
Diese Theorie griffen die Forscher um Anurag Sharma nun auf und setzten die Bestandteile von Methan im Labor enormen Druck und Temperaturen aus und simulierten damit die Umstände in Tiefen der natürlich Öl- und Gaslagerstätten. Die nun im Fachmagazin "Energy & Fuels" veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass Methan durchaus gänzlich durch chemische Reaktionen entstehen kann und dies in einer Vielzahl chemischer Umgebungen.
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Quellen: grezwissenschaft-aktuell.de / acs.org