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Mittwoch, 11. November 2009

Liefert Rosetta-Sonde erneut Hinweise auf physikalische Raumanomalie?

Künstlerische Illustration des Vorbeiflugs der Sonde Rosetta an der Erde | Copyright: ESA

Paris/ Frankreich - Als 1990 die Jupiter-Sonde "Galileo" die Erde passierte, registrierten die verblüfften Wissenschaftler der NASA, dass die Sonde um 3,9 Millimeter pro Sekunde schneller wurde, als zuvor berechnet. Auch andere Sonden wurden bei ihren Erdvorbeiflügen entweder minimal beschleunigt oder abgebremst. Am 13. November diesen Jahres wird die europäische Kometensonde Rosetta zum dritten Mal an der Erde vorbeifliegen, wobei die Forscher erneut gespannt sind, ob sie weitere Hinweise auf die physikalische Anomalie finden werden.

Zuvor hatten internationale Forscher gewöhnliche Erklärungen für die Anomalie bereits ausgeschlossen und andere Forscher zugleich darüber spekuliert, ob die Raumanomalie auf eine bislang unbekannte Kraft hindeute und somit gar Einsteins Relativitätstheorie modifiziert werden müsse.

Wie der "New Scientist" berichtet, würde schon eine abweichende Beschleunigung der Sonde beim Vorbeiflug an der Erde um nur 1,1 Millimeter pro Sekunde eine bereits erstelle Formel für die bisherig beobachteten Anomalien stützen.

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Diese Formel wurde 2008 von dem ehemaligen NASA-Wissenschaftler John Anderson vorgestellt, der die Gleichung auf seiner Theorie aufbaut, wonach die Erdrotation möglicherweise die Raumzeit - und somit auch die passierenden Rauschiffe - mehr beeinflusst als bislang angenommen. Zwar sagt auch die Relativitätstheorie die Beeinflussung des umgebenden Raumes durch rotierenden Körper vorher, doch ist diese Kraft zu gering, um die beobachteten Anomalien erklären zu können.

Zum Zweck der erneuten Beobachtungen arbeitet Anderson nun auch mit den Rosetta-Wissenschaftlern zusammen, um bei bevorstehenden Vorbeiflug nach erneuten Anzeichen auf die Anomalien zu fahnden. Bis eine erneute Beeinflussung der Sonde jedoch bestätigt werden kann, können aufgrund der minimalen Auswirkungen auf die Sonden, noch Tage und Wochen nach der Passage vergehen.

Während Kritiker auf den Umstand verweisen, dass weder die Merkur-Sonde "Messenger" noch die Rosetta-Sonde selbst bei ihrem Vorbeiflug an der Erde in 2007 beeinflusst wurden, deutet Anderson gerade diesen Umstand als Hinweis auf die Richtigkeit seiner Theorie, denn im Gegensatz zu den anderen Sonden passierten diese Sonden die Erde nahezu konstant symmetrisch zum Äquator, was nach Ansicht des Forschers nur zu einer extrem geringen Beeinflussung ihrer Geschwindigkeit führte. So gering, dass keine Anomalie bestätigt werden konnte (...wir berichteten).

Diese Anomalie wirke sich möglicherweise auf alle Objekte mit einem Gewicht zwischen 300 und 1000 Kilogramm aus. Hinzu vermuten die Wissenschaftler, dass die Anomalien etwas mit der Art der Umlaufbahnen zu tun haben. "Alle Sonden haben sogenannte ungebundene Orbits", also Umlaufbahnen, die nicht an einen Zentralkörper, wie etwa der Erde, gebunden sind. "Solche Orbits gibt es in der Natur nur sehr selten. Es könnte also sein, dass es unter diesen Umständen zu Phänomenen kommt, welche unsere Standartmodelle noch nicht beschreiben."

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / esa.int / newscientist.com
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