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Sonntag, 13. Dezember 2009

Großbritannien schafft eigene Raumfahrtbehörde

Das James Web Weltraumteleskop (Illu.). Der europäische Beitrag in Form eines Infrarotinstruments wird derzeit in England gebaut | Copyright: NASA

London/ England - Trotz andauernder Bemühungen und Einsichten der Weltraumwissenschaftler, dass zukünftige Großprojekte wie Flüge zum Mond und Mars und bemannte Stationen auf dem Erdtrabanten nur in internatonaler Zusammenarbeit gemeistert werden können, stellt die Raumfahrt immer noch auch ein nationales Prestigeobjekt dar. Auch Großbritannien kommt mit den Visionen einer eigenen Raumfahrtbehörde diesem Ansinnen nun nach.

Um Wissenschaft und Industrie zu Fördern soll die neu zu schaffende, jedoch noch namenlose britische Raumfahrtbehörde, schon im kommenden Jahr aus der Taufe gehoben werden, dann die Raumfahrt- und Weltraumforschung des Königreichs zentral koordinieren und das bisherige "British National Space Centre" ablösen, welches lediglich Sprachrohr für unterschiedliche Mitglieder war.

Genau wie Deutschland, Frankreich oder Italien soll nun auch die britische Weltraumforschung und -industrie von einer zentralen Agentur verwaltet und durch sie repräsentiert werden. Die Beziehungen zur europäischen Weltraumagentur ESA sollen unter der Schaffung der neuen Institution in keinster Weise leiden.

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Wie der britische Wissenschaftsminister Lord Drayson in Oxford erklärte, stehe das Vereinigte Königreich derzeit an einem kritischen Entscheidungspunkt, an welchem die richtigen Wege eingeschlagen werden müssen, wolle man nicht zukunftsträchtige Entwicklungen verpassen, berichtete die BBC. Hierbei spiele die Erforschung des Weltalls eine tragende Rolle, wie sie in den kommenden Jahrzehnten von der neuen Behörde koordiniert werden solle.

Großbritannien dürfe bei der Verteilung von Aufträgen von Infrastruktur zur Erforschung des Mondes und darüber hinaus nicht hinten anstehen. Die Entscheidung für eine eigenen Weltraumagentur entscheide hierbei, so Experten, darüber, welchen Stellenwert England zukünftig in Forschung, Wissenschaft und Industrie einnehmen werde.

Jedes Jahr gibt das Königreich 270 Millionen Pfund für die Erforschung des Weltraums aus und folgt dabei bislang einer langen Tradition meist unbemannter Weltraumforschung. Erst im kommenden Jahr soll zum ersten Mal ein britischer ESA-Astronaut ins All fliegen. Ein Großteil der Gelder fließt jedes Jahr an die europäische Raumfahrtbehörde ESA. Jedes Jahr trägt die britische Raumfahrtindustrie allerdings mit rund 6,5 Milliarden Pfund zur Wirtschaft Großbritanniens bei.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / bbc.co.uk



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