https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de


Freitag, 11. Dezember 2009

Himmelsspirale über Norwegen war Raketentest

Mysteriöse Himmelsspirale über dem nördlichen Norwegen | Copyright: Odd Magne Haugen

Oslo/ Norwegen - Eine gewaltige Erscheinung am Himmel über dem nördlichen Norwegen versetzte nicht nur unzählige Augenzeugen in Erstaunen sondern sorgte auch bei Experten und Wissenschaftlern anfänglich für Rätselraten (...wir berichteten) und ging als Nachrichtenmeldungen rund um die Welt. Mittlerweile scheint sicher, dass es sich tatsächlich um das Ergebnis eines Raketentests gehandelt hat. Auch das russische Verteidigungsministerium hat den Test mittlerweile doch bestätigt.

Wie "grenzwissenschaft-aktuell.de" bereits gestern berichtet hatte, sind sich Experten aus Luft und Raumfahrt einig darüber, dass das wundersam anzuschauende Phänomen am Himmel vom fehlgelaufenen Start einer russischen ballistischen Bulawa-Interkontinentalrakete verursacht wurde. Gestützt wurde die Einschätzung bereits zuvor von dem NAVTEX-Warnhinweis über den geplanten Start in den Morgenstunden zwischen dem 6. und 9. November 2009.

Auch der US-amerikanische Luft- und Raumfahrtjournalist James Edward Oberg, der als ausgewiesener Experte für das russische Raketen- du Raumfahrtprogramm gilt, schließt sich dieser Meinung an und erklärte, dass derartige Spiralen schon seit langem von russischen Raketentests bekannt seien. Sie sei das Ergebnis der letzten Raketenstufe, die zur sogenannten gyroskopischen Stabilisation absichtlich rotiere.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
>>> HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen <<<

Raketeningenieure können den beobachteten und dokumentierten Effekt mit allen seinen Nebeneffekten (blauer Strahl, schwarzes Loch usw.) befriedigend erklären:


Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten

Eine Galerie mit zahlreichen Fotos der unterschiedlichen Phasen des beobachteten Spiral-Phänomens über Norwegen finden Sie HIER

Videoaufnahmen der Erscheinung |
Quelle: VG TV

Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten


Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten

Gegenüber den "NewScientist.com" erläutert auch der Astrophysiker Jonathan McDowell vom "Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics" im Cambridge (USA), dass es sich um das Ergebnis des Fehlstarts einer Rakete handele. Auch er hat konkret einen Test der Bulawa-Rakete im Verdacht: "Wir wissen, dass die russische Marine das U-Boot "Dimitrij Donskoj" im Weißen Meer stationiert hat und von hier aus der mittlerweile 12. Teststart einer Bulawa durchgeführt werden soll(te), von deren vorangegangenen Tests zahlreiche (mindestens 6) fehlgeschlagen waren."
 Dass die russische Seite einen solchen Test und Fehlschlag anfänglich immer verneinte, wird von Beobachtern als bewusste Taktik gedeutet, um über den Fehlschlag hinwegzutäuschen.

Der beobachtete Effekt lege nahe, dass es zu einem Fehler weit oben in der Atmosphäre gekommen sei. Wäre der Fehler schon früher aufgetreten, so wäre ein von der herabstürzenden Rakete erzeugter, abwärtsgerichteter Korkenzieher-Effekt zu beobachten gewesen, so McDowell. Beim Seitwärtsaustritt von Treibstoff sei die Raketenstufe in Rotation versetzt worden, was die Spirale an den Himmel gezeichnet habe (s. obiges Video).

Militärexperten beobachten den vermeintlich erneuten Fehlschlag des russischen Bulawa-Programms, laut der russischen Zeitung "Wedomosti" (vedomosti.ru) vom russischen Verteidigungsministerium mittlerweile bestätigt wurde mit Sorge - steht mit dem Programm doch die Glaubwürdigkeit und Stellung Russlands als globale Atommacht in Frage, da es offenbar nicht mehr gelingt, neue funktionsfähige Technologien zu entwickeln.

Laut "Wedomosti" bezeichnet das russische Verteidigungsministerium den Test allerdings als erfolgreich. Zwar habe es beim Zünden der dritten Stufe zunächst Probleme gegeben, diese seien jedoch erfolgreich behoben worden.

Ein ähnlicher Fehlstart einer Rakete sorge unlängst auch über China für ein spiralförmiges Himmelsschauspiel


Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten


>>>WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA<<<

Kontroverse um gigantische Leuchtspirale über Norwegen

10. Dezember 2009

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / newscientist.com / vedomosti.ru
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE