Montag, 14. Dezember 2009

Indische Sonde entdeckte "Signaturen von Leben" auf dem Mond

Blick auf den Mond aus dem Erdorbit heraus | Copyright: NASA

Bangalore/ Indien - Mit der vergangenen indischen Mondmission "Chandrayaan-1" wollen Wissenschaftler der indischen Raumfahrtagentur ISRO Spuren von Leben auf dem Mond gefunden haben. Dies berichten indische Medien unter Verweis auf eine Erklärung des Direktors des "ISRO Satellite Centre" (ISAC), Surendra Pal, auf einem Symposium zur Chandrayaan-Mission in Bangalore.

Wie die indische Nachrichtenagentur "Daily News & Analysis" (dnaindia.com, DNA) berichtet, hätten die Instrumente der indischen unbemannten Mondsonde auf dem Mond Signaturen von organischer Materie aus Kohlenstoffverbindungen - den Bausteinen des Lebens - entdeckt.

Die Signaturen, so erläuterte Pal laut DANN weiter, wurden vom Massenspektrometer an Bord der "Moon Impact Probe" (MIP) zur Erde gefunkt, kurz bevor das Einschlag-Instrument der Mission am 14. November 2008 selbst über dem Südpol des Mondes kontrolliert zur geplanten Bruchlandung gebracht wurde.

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Auf dem Symposium habe Pal die derzeitigen Analysen der Daten jedoch noch nicht ausführlich dargelegt, sondern lediglich erste Schlussfolgerungen angedeutet. Derzeit würden die Messdaten sorgfältig geprüft und dann expertenbegutachtet.

Auch andere führende ISRO-Wissenschaftler sollen die Entdeckung gegenüber der DNA mittlerweile bestätigt haben. Die Sonde habe bestimme Atomzahlen auf der Mondoberfläche gemessen, die das Vorhandensein von Kohlenstoffverbindungen nahe legen, wie sie wiederum die Möglichkeit organischer Materie nahe legen.

Tatsächlich könnten die indischen Messungen nun auch Beobachtungen bestätigen, wie sie schon anhand von Bodenproben vom Mond von während der Apollo-Missionen gefunden wurden. Damals konnten die Wissenschaftler eine Kontamination mit irdischen Materialien nicht ausschließen, weshalb der Nachweis von Aminosäuren im Innern der Apollo-Proben nie eindeutig bestätigt werden konnte.

Auch die ISRO-Forscher wollen eine irdische Kontamination durch die Sonde als Quelle für die Messungen derzeit noch nicht gänzlich ausschließen. Als alternative Herkunft der Signaturen käme jedoch auch Material in Frage, welches mit Kometen oder Asteroiden auf den Mond gelangte. Die Vorstellung, dass das Material auf dem Erdtrabanten selbst entstand, halten auch die indischen Wissenschaftler für nahezu ausgeschlossen.


Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / dnaindia.com
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