Die Orte der Methanaabgaben (Rot-Töne) im nördlichen Mars-Sommer in den Regionen Terra Sabae, Nili Fossae und Syrtis Major | Copyright: T.Schindler/NASALondon/ England - Forscher des "Imperial College London" schließen anhand einer aktuellen Studie aus, dass Meteoriten Methan auf den Mars gebracht haben könnten und stützen damit die Hoffnungen von Exobiologen, dass das Gas von Lebensformen auf dem Roten Planeten erzeugt und abgegeben wird.
Methan selbst hat nur eine relativ kurze Lebensdauer von wenigen hundert Jahren, da es ständig von chemischen Reaktionen, wie sie in der Planetenatmosphäre durch das Sonnenlicht erzeugt werden, zersetzt wird. Anhand der Beobachtungen mit Teleskopen und Daten unbemannter Mars-Missionen, entdeckten Wissenschaftler 2003, dass es auf dem Mars in bestimmten Regionen zur Abgaben großer Mengen von Methangas kommt. Seither wird kontrovers darüber diskutiert, ob dieses Gas biologischen oder nichtbiologischen Ursprungs ist (...wir berichteten 1, 2).
Eine nichtbiologische Theorie vermutete bislang, dass Meteoriten für das Mars-Methan verantwortlich sein könnten, wenn diese in der Marsatmosphäre starker Hitze ausgesetzt werden und es so zu chemischen Reaktionen kommt, bei welchen Methan und andere Gase entstehen und abgegeben werden. Die aktuelle Studie der Forscher um Dr. Richard Court, die im Fachmagazin "Earth and Planetary Science Letters" veröffentlicht wurde, zeigt nun jedoch, dass durch diesen Prozess nicht genügend Gas erzeugt werden kann, um die gemessenen Werte zu erklären.
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Da frühere Studien schon einen vulkanischen Ursprung des Methans ausschlossen, verbleiben derzeit lediglich nur noch zwei Theorien, um das Vorhandensein des Gases zu erklären: Entweder könnte dieses als Nebenprodukt von Reaktionen entstehen, wenn vulkanisches Gestein mit Wasser in Berührung kommt, oder es wird Mikroorganismen im Marsboden als Nebenprodukt metabolischer Prozesse abgegeben.
Die Ergebnisse der Studie sollen zukünftigen Mars-Missionen auf der Suche nach dem Ursprung des Methan, wie sie für 2018 angedacht sind, unterstützen, indem sich die Wissenschaftler von NASA und ESA nun auf die beiden letzten noch verbliebenen Theorien konzentrieren können.
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