Freitag, 22. Januar 2010

Astro-Mysterium: Dunkle Materiescheibe verdunkelt fernen Stern

Illustration des Systems Epsilon Aurigae | Copyright: Brian Thieme / CreativeCommons3.0 / citizensky.org

Cambridge/ USA - Seit 175 rätseln Astronomen über die periodische Verfinsterung von Epsilon Aurigae (Almaaz), einem Stern in rund 2.000 Lichtjahren Entfernung im Sternbild Fuhrmann. Was den Stern verdunkelt, ist seither jedoch unbekannt. Jetzt glauben Astronomen erste Erkenntnisse über das bislang mysteriöse Phänomen gewonnen zu haben.

Bei Epsilon Aurigae handelt es sich um einen sogenannten bedeckungsveränderlichen Stern, dessen Helligkeit alle 27 Jahre (9892 Tage) durch ein bislang noch unbekanntes Objekt für fast genau zwei Jahre verdunkelt und verdeckt wird.

Um was es sich bei dem den Stern verdeckenden Begleiter handelt, gilt seit dem ersten Nachweis des Phänomens im Jahre 1821 durch den deutschen Amateurastronomen J. H. Fritsch als astronomisches Rätsel, da Rückschlüsse auf die Natur dieses Objekts durch direkte Beobachtungen und Spektralanalysen bislang nicht möglich waren bzw. keine Aussagen über das Objekt zuließen.

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Die aktuelle Verfinsterungsphase begann im August 2009. Voraussichtlich das ganze Jahr 2010 über wird Epsilon Aurigae verdunkelt bleiben und erst 2011 wieder erhellen. Eine von der "National Science Foundation" unterstützte Arbeitsgruppe der "American Association of Variable Star Observers" (AAVSO) aus Amateur- und Berufsastronomen hat es sich im Rahmen des Projekts "Citizen Sky" zur Aufgabe gemacht, das Geheimnis um den mysteriösen Begleiter des Sterns zu lüften.

Erste Ergebnisse lassen die Forscher um Robert Stencel vermuten, dass es sich bei dem verdunkelnden Objekt um einen Stern handelt, der von einer gewaltigen Materiescheibe umgeben ist (s. Illustration). Diese hat einen geschätzten Durchmesser von vier Astronomischen Einheiten (AE bzw. int.: AU = Astronomical Unit), also dem Vierfachen der Entfernung zwischen Erde und Sonne und soll 0,5 AE dick sein. "Die wirkliche Form und Zusammensetzung der Scheibe ist bislang jedoch noch unbekannt. Doch wir hoffen, auch hierüber schon bald Genaueres aussagen zu können", so Stencel.

Weitere Informationen zu Projekt "Citizen Sky" finden Sie HIER

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / citizensky.org


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