Mittwoch, 20. Januar 2010

Technisches Wunderding: Diese Glühbirne leuchtet seit 1901

Die 109-jährige "Centennial Bulb" in der Feuerwache 6 von Livermore | Copyright: Dick Jones, centennialbulb.org

Livermore/ USA - Die Feuerwache Nummer 6 im nordkalifornischen Livermore beherbergt einen Inventarsgegenstand der ganz besonderen Art: Eine kleine Glühbirne brennt seit 109 Jahren und das im Dauerbetrieb als Notbeleuchtung. Dauerbrenner wie die sogenannte Centennial Bulb bilden auch die Grundlage für eine eigene Verschwörungstheorie rund um Glühbirnen.

Ganz gleich, welche Argumente Kritiker gegen die Vorstellung einer Glühbirnenverschwörung vorbringen, zumindest die "Hundertjährige Glühbirne" im Spritzenhaus der Feuerwehr von Livermore glüht und glüht weiterhin vor sich hin und wurde schon von zahlreichen Institutionen, wie "Guiness World Record" und zahlreichen Zeitzeugen in ihrem extremen Dauerbetrieb beglaubigt.

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Die Glühbirne selbst wurde von Adolphe Chailet entwickelt, dessen Konstruktion sich bekannterweise jedoch nicht gegen das Modell von Thomas Edison durchsetzen konnte, obwohl schon zeitgenössische Wettbewerbe zwischen den unterschiedlichen Modellen aufgezeigt hatten, dass Chailets Glühbirnen deutlich höhere Voltzahlen überstanden. Während alle Konkurrenzbirnen mit steigender Spannung nacheinander explodierten, wurden Chailets Birne wurde lediglich heller.

Die Birne auf der Feuerwache wurde in den späten 1890er Jahren von der "Shelby Electric Company" als Modell "Shelby" produziert und 1901 erstmals in einem der Gebäude der Feuerwehr von Livermore installiert. Später wechselte die kleine Birne ihren Standort noch mehrere Male, bis sie ihren heutigen Platz 1976 zugewiesen bekam und seither weiterhin leuchtet.

Neben der "Centennial Bulb" gibt es noch weitere Rekordbirnen. So spendet die "Palace Bulb" in Fort Worth, Texas, seit 1908 ihr elektrisches Licht, während eine Glühbirne in New York City seit 1912 leuchtet. Platz Vier geht an eine Glühbirne in einer Feuerwache in Magnum im US-Bundesstaat Oklahoma die seit 1926 brennt.

Die Rekordhalterin in Livermore hat indessen schon eine weltweite Fangemeinde, die den Zustand ihres leuchtenden Idols jederzeit via Webcam verfolgen kann.

- Die Webcam der "Centennial Bulb" finden Sie HIER


Hintergrund: Die Glühbirnenverschwörung
Nicht zuletzt durch Glühbirnen wie die "Centenial Bulb" in Livermore hält sich seit Jahrzehnten eine Verschwörungstheorie, nach der Glühbirnenhersteller schon lange in der Lage sind, Glühbirnen mit extrem langer bis hin zu unbegrenzter Haltbarkeit herzustellen. Da ein solches Produkt sich die eigene Vermarktungsgrundlage entziehen würde, sollen entsprechende Dauerglühbirnen von einem Glühlampenkartell unterdrückt worden sein - und werden.

Zumindest ein solches Kartell existierte von 1924 bis 1941 tatsächlich und setzte sich aus den zeitgenössisch international führenden Glühlampenherstellern zusammen. Richtig ist auch, dass das sogenannte "Phöbuskartell" 1924 die Brenndauer einer Glühbirne auf 1000 Stunden festlegte. Hinzu wurden unter den Mitgliedern monopolartig Vertriebsgebiete verteilt. Mit Offenlegung der Aktivitäten des Kartells, wurde dieses umgehend aufgelöst. Verschwörungstheoretiker vermuten jedoch, dass Phöbus bis heute existiert und Einfluss nimmt. (Quelle: wikipedia.de)

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / centennialbulb.org / wikipedia.de


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