Freitag, 19. Februar 2010

Astronom Frank Drake wünscht sich SETI-Sonde

Archiv: Ultraviolette Ansicht der Sonne | Copyright: NASA/ESA

Long Beach/ USA - Bislang wird die Suche nach Signalen außerirdischer Intelligenzen (Search für Extraterrestrial Intelligence, SETI) ausschließlich mittels Radioteleskopen und astronomischen Beobachtungseinrichtungen von der Erde aus betrieben. In einem Vortrag forderte der SETI-Pionier nun erneut eine im All stationierte Forschungssonde, um die Suche nach Außerirdischen den irdischen Störeinflüssen zu entziehen.

In seinem Vortrag auf der TED-Konferenz im kalifornischen Long Beach, skizzierte Drake seine Vision von einer SETI-Sonde, wie sie rund 82 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt stationiert werden solle. "An diesem Punkt im All, würden potentielle Signale von außerirdischen Welten durch den Gravitationslinseneffekt der Sonne noch stärker fokussiert und wären somit - zumindest theoretisch - sehr viel einfacher zu finden", berichtet der "New Scientist".

Der astronomische Gravitationslinseneffekt beschreibt den Effekt schwerer Massen - wie beispielsweise Schwarze Löcher, Galaxien und Sterne bzw. unsere Sonne - die Licht oder Radiowellen ablenken und bündeln können.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Zwar ist die Idee selbst nicht neu, doch scheiterten und scheitern entsprechende Visionen an der notwendigen enormen Entfernung, in welcher das SETI-Weltraumobservatorium geparkt werden müsste. Selbst mit den heute zur Verfügung stehenden Antrieben und Technologien, wäre das Raumschiff für diese Reise, bei der das rund 550-fache des Abstands zwischen Erde und Sonne zurückgelegt werden müsste, hunderte von Jahren benötigen.

Trotz diesem Hindernis fordert Drake entsprechende Visionen voranzutreiben. Der Gravitationslinseneffekt könnte nämlich auch umgekehrt zur Bündelung von auszusendender Botschaften genutzt werden. Möglicherweise, so Drake, würden außerirdische Zivilisationen diese Technik bereits in einer Art "intergalaktisches Internet" zur Kommunikation nutzen und "nur darauf warten, dass auch wir uns einloggen".

+ + + WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA + + +

SETIQuest.org - SETI öffnet seine Datensätze für Jedermann

12. Februar 2010

Bücher zum Thema:

- - -

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / newscientist.com
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE