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Mittwoch, 10. Februar 2010

Seeschlange: Forscher filmen erstmals Riemenfisch in freier Wildbahn

Standbild aus dem Video | Copyright/Quelle: M.Benfield/serpentproject.com/BBC

Baton Rouge/ USA - Im Golf von Mexiko ist es Meeresbiologen mit einem Kamera-U-Boot erstmals gelungen, einen lebenden, ausgewachsenen Riemenfisch in seinem natürlichen Lebensraum in der Tiefsee zu filmen. Riemenfische sind das Vorbild für so manche Erzählung über große Seeschlagen und Meeresungeheuer.

Das Team um Professor Mark Benfield von der "Louisiana State University" im Rahmen des "SERPENT"-Projekts (serpentproject.com) am "National Oceanography Centre" wurde von Ölunternehmen unterstützt, die auch das Tiefsee-U-Boot zur Verfügung stellten


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Riemenfische (Regalecus glesne) gehören mit ihrem bis zu 17 Meter langen Körper zu den längsten Meeresfischen überhaupt. Mit dem großen, schlangenförmigen Körper und der markanten Rückenflosse gelten Riemenfische als Vorlage zahlreicher Berichte und Mythen über Seeschlangen und Meeresungeheuer, wie sie immer wieder von Seefahrern erzählt wurden.

Historische Zeichnung eines Riemenfisches, der 1860 an einem Bermudastrand strandete und als "Seeschlange" bezeichnet wurde, aus " Harper's Weekly" | Copyright: Public Domain

Ganze fünf Minuten lang, so berichtete die BBC, konnten die Forscher den ungewöhnlichen Fisch filmen und dabei erstmals auch seine Fortbewegungsweise eingehend studieren: Die Größe des gefilmten Exemplars schätzen die Forscher auf zwischen 5 und 10 Meter.

Neben zahlreichen Aufnahmen sterbend-gestrandeter oder toter Riemenfische (s. folgende Videos), handelt es sich bei den aktuellen Aufnahmen des SERPENT-Projekts wahrscheinlich um die ersten Bilder eines ausgewachsenen Riemenfisches in seiner natürlichen Umgebung, dem sogenannten Mesoplagial, einer Tiefseeschicht zwischen 200 bis 1000 Metern Tiefe.

Schon 2007 gelangen vor der Westküste Afrikas Aufnahmen eines vermeintlichen Riemenfisches in 765 Metern Tiefe. Ob es sich auf dem Film jedoch tatsächlich um einen Riemenfisch handelt, konnte bislang nicht eindeutig nachgewiesen werden.

Gestrandeter sterbender Riemenfisch vor Kalifornien, 2008


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Gefangener kleiner Riemenfisch


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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / bbc.co.uk / serpentproject.com
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