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Mittwoch, 3. März 2010

Chile-Erdbeben könnte die Erdachse verschoben haben

Planet Erde | Copyright: NASA

Pasadena/ USA - Das Erdbeben, das am 27. Februar 2010 Chile mit einer Stärke von 8,8 auf der Richterskala heimgesucht hat, könnte die Erdachse verschoben und die zukünftige Tageslänge verkürzt haben. Zu dieser Einsicht sind Wissenschaftler der NASA anhand von Modellberechnungen der möglichen Auswirkungen des siebtstärksten jemals registrierten Bebens gelangt.

Wie die Forsche rum Richard Gross vom "Jet Propulsion Laboratory" der NASA berichten, könnte das Beben die Erdrotation beschleunigt und damit irdische Tageslänge um 1,26 Mikrosekunden, also um etwa den millionsten Teil einer Sekunde, verkürzt haben.

Beeindruckender sind jedoch die Ergebnisse der Computersimulation bezüglich der möglichen Auswirkungen des Chile-Bebens auf die Stellung der sogenannten Figurenachse der Erde. Laut den Berechnungen der Wissenschaftler könnte diese sich um 2,7 Millisekunden verschoben haben, was immerhin rund 8 Zentimetern entspricht. Die Figurenachse teilt den Globus in zwei Halbkugeln gleicher Masse und liegt zur Nord-Süd-Achse um rund zehn Meter neben verschoben.

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Schon das Sumatra-Beben von 2004 mit einer Stärke von 9,1 sollte laut den Berechnungen die Tageslänge um 6,8 Mikrosekunden verkürzt und die Figurenachse um rund 7 Zentimeter verschoben haben.

Auch wenn das kürzliche Chile-Beben schwächer ausfiel als das Beben von 2004, gibt es laut Gross zwei Gründe dafür, dass es sich dennoch stärker auf die Position der Erdachse ausgewirkt hat: Zum einen ereignete sich das Beben vom vergangenen Samstag deutlich weiter vom Äquator entfernt, in dessen nähe sich die schwerer beeinflussbarere Achsenmitte befindet. Zum zweiten bewirkten die Kräfte des Chile-Bebens, dass Gestein in einem leicht steileren Winkel ins Erdinnere geschoben wurde als beim Tsunami-Beben von 2004.

Anhand neuerer Daten wollen die Forscher ihre Berechnungen nun noch präzisieren.


Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / jpl.nasa.gov
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