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Dienstag, 9. März 2010

Infrarot-Weltraumteleskop findet dunkle Asteroiden in Erdnähe

Der rote Punkt in der Bildmitte kennzeichnet den neuentdeckten erdnahen Asteroiden "2010 AB78" | Copyright: NASA/JPL-Caltech/UCLA

Houston/ USA - Astronomen der NASA haben mit den Infrarot-Weltraumteleskop "WISE" (Wide-Field Infrared Survey Explorer) mehrere sogenannte dunkle Asteroiden in Erdnähe ausfindig gemacht, die aufgrund ihrer extrem schwachen Reflexion des Sonnenlichts und einer steil zur sonstigen Ebene des Planetensystems geneigten Umlaufbahn den Astronomen bislang entgangen waren. Einige dieser Asteroiden könnten auch ein Risiko für unseren Planeten darstellen.

Nach nunmehr sechs Wochen Beobachtungen hat WISE bereits 16 bislang unbekannte Asteroiden mit Umlaufbahnen entdeckt, die der Erdbahn bedenklich nahe kommen könnten. Etwa die Hälfte dieser Asteroiden reflektiert weniger als zehn Prozent des Sonnenlichts, das auf sie trifft. Die Oberfläche eines der entdeckten Asteroiden ist schwarz wie Asphalt und reflektiert sogar nur fünf Prozent des Lichts.

Da die Objekte für normale Teleskope also nahezu unsichtbar sind, können sie nur aufgrund ihrer eigenen Wärmeabstrahlung im infraroten Lichtspektrum entdeckt werden und genau darauf ist das WISE-Teleskop ausgerichtet.

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"WISE ist bei der Suche nach dunklen Asteroiden und Kometen ein wirklich erfolgreiches Instrument", zitiert "NewScientist.com" Amy Mainzer vom "Jet Propulsion Laboratory" (JPL) der NASA, der die neusten Entdeckungen von WISE auf der "41. Lunar and Planetary Science Conference" in Houston vorgestellt hat.

Insgesamt erwarten die Wissenschaftler, dass WISE bis zu 1000 bislang unbekannte, erdnahe Objekte entdecken wird. Astroomen schätzen jedoch dass die Anzahl unbekannter Objekte, wie sie aufgrund ihrer Masse auch eine Bedrohung für die Erde darstellen könnten, in die Zehntausende reicht.

Bei dunklen Asteroiden handelt es sich nach bisherigen Theorien wahrscheinlich um einstige Kometen, deren äußere Schichten bereits verflogen sind und aus diesem Grund keinen sichtbaren Schweif mehr besitzen. Tatsächlich würden die geneigten Umlaufbahnen und dunkle Oberflächen den Eigenschaften von Kometenkernen entsprechen.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / lpi.usra.edu / newscientist.com / nasa.gov
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