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Montag, 8. März 2010

Kontroverse unter Exorzisten: Satanischer Einfluss im Vatikan?

Blick über den Vatikan | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de

Vatikan - In seinen Memoiren behauptet der bekannte italienische Exorzist Pater Gabriele Amorth, dass satanische Sekten auch im Vatikan bis in höchste Kreise versuchen, Einfluss auszuüben. Ein Kollege Amorths will diese Anschuldigung jedoch nicht so stehen lassen.

Laut "catholicnewsagency.com" habe Amorth erklärt, er wisse von der Existenz satanischer Sekten innerhalb des Vatikans, deren Einfluss bis in das den Papst wählende Kardinalskollegium hineinreiche.

In dem Buch "Erinnerungen eines Exorzisten - Mein Leben im Kampf gegen den Teufel", das von Marco Tosatti auf der Grundlage von Interviews mit Amorth entstanden ist und im Februar veröffentlicht wurde, erklärte der Exorzist zudem, dass auch der Papst von diesen Umständen wisse und sein Möglichtes tue, diesen Tendenzen zu begegnen. Zugleich warnt Amorth geistliche Davor, nicht an Satan zu glauben. Dieser sei Teil des Evangeliums und somit real. Als Quelle für seine Informationen nennt Amorth die Aussage von Besessenen und ausgetriebenen Dämonen.

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In Erwiderung auf die Anschuldigungen Amorths selbst gegen Mitglieder des Kardinalskollegiums hat sich am 1. März 2010 der spanische Theologe und Dämonenexperte Pater Jose Antonio Fortea Cucurull in die Diskussion eingemischt und in seinem Blog "blogdelpadrefortea.blogspot.com" erklärt, dass auch einige Prälate eben "eher geistlicher, andere eher weltlicherer - die einen tugendhafter, andere jedoch menschlicherer" Natur seien. "Aus diesem Umstand jedoch abzuleiten, dass es unter den Kardinälen Satanisten gäbe, ist eine inakzeptable Entfremdung", so Fortea.

Zu den von Amorth genannten Quellen der Anschuldigungen erklärte der Pater, dass es sich dabei um Personen handele, die selbst Hilfe wegen dämonischer Besessenheit bei den Dämonologen und Exorzisten gesucht hätten. "Zahlreiche Menschen kommen zu uns und behaupten, Visionen, Offenbarungen und Gottesbotschaften zu haben." Darunter befinde sich auch eine "bestimmte Anzahl apokalyptischer Botschaften und Offenbarungen über die Unterwanderung von Satanisten und Freimaurern unter der Kuppel der Kirche."

Wie schon die vermeintlich Besessenen selbst, so sei auch die zweite Quelle Amorths, die Aussagen der exorzierten Dämonen selbst, in den meisten Fällen nur schwer auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. "Mit großer Sicherheit wissen wir nur, dass die Aussagen der Dämonen über den eigenen Namen und Eigenschaften stimmen. Wenn es jedoch um konkrete Nachrichten und Behauptungen über Personen geht, können wir über deren Wahrheitsgehalt nicht sicher sein."

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / catholicnewsagency.com / blogdelpadrefortea.blogspot.com
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