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Dienstag, 20. April 2010

US-Professor fordert: UFO-Forschung als Studienfach an Universitäten

Archiv: Klassisches Dreiecks-UFO, fotografiert über Belgien im April 1990 | Copyright: PM / G. Mossay

New York/ USA - Professor Phillipp Haseley vom New Yorker "Niagara County Community College" fordert die Einrichtung des Studienfachs "UFO-Forschung" an Universitäten. "Millionen von Menschen weltweit bekommen UFOs zu Gesicht", erklärt er. "Es wird Zeit, dass wir uns mit diesem Feld ernsthaft beschäftigen. Es ist wichtig, dass das Thema öffentlich behandelt und erforscht wird."

Haseley möchte explizit nicht als "UFO-Gläubiger" bezeichnet werden, "Diese Behauptung unterstellt, dass es eine reine Glaubenssache ist. Aber das ist nicht wahr, wir haben jede Menge Beweise."

Mit dieser Meinung steht der Professor nicht alleine da. So kamen etwa hochrangige französische Verteidigungsexperten in ihrer 1999 erschienenen, dreijährigen Militärstudie - dem so genannten "Cometa Report" - zu dem Schluss, dass es sich bei dem UFO-Phänomen sehr wahrscheinlich um Außerirdische handelt.

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Auch wenn "UFO-Forschung" offiziell nicht an Universitäten unterrichtet wird, so bieten doch einige Professoren dieses Fach bereits als Zusatzkurs an, wie beispielsweise der pensionierte Psychologie-Professor Stephen Graf von der "Youngstown State University". Nach seiner Pensionierung im Jahr 2005 entwickelte Graf einen Sonderkurs mit dem Titel "Außerirdische, Meditation und freie Energie". Dabei zeigt er auch ausgewählte Zeugenaussagen aus dem sogenannten "Disclosure Project" aus dem Jahr 2001. Damals hatte Dr. Steven Greer, Leiter der Initiative mehr als zwanzig hochrangige Zeugen aus Regierungs-, Militär- und Geheimdienstkreisen im Washingtoner "National Press Club" zusammengebracht, die über ihre Erfahrungen mit UFOs berichteten (...wir berichteten). Als ehemaliger Universitäts-Professor weiß Graf, dass die meisten Akademiker Schwierigkeiten mit der Vorstellung einer außerirdischen Präsenz auf unserer Erde haben. Die Gründe dafür seien vielfältig - Angst vor Spott und Hohn gehörten auch dazu.

In Kanada kann man sich ebenfalls bei einem UFO-Kurs einschreiben. Professor Don Donderi von der psychologischen Fakultät der "McGill-Universität" hält Vorlesungen über UFOs unter dem Titel "Beweise, wissenschaftliche Reaktionen und populäre Kultur": "Jede Wissenschaft, unabhängig davon welches wissenschaftliche Gebiet Sie nehmen, beginnt mit der Beobachtung eines Phänomens", erklärt der kanadische Wissenschaftler. In seinen Kursen diskutiert er mit seinen Studenten z.B. über die wachsende Anzahl von Leuten, die behaupten ein UFO gesehen zu haben und über die wissenschaftlichen Beweise, die die Existenz von UFOs belegen.

In Australien ist es sogar möglich, im Fach "Ufologie" zu promovieren. So erhielt Martin Plowman, Student der Kultur- und Kommunikationswissenschaften an der Universität von Melbourne, im Sommer 2008 als erster Australier einen Doktortitel der Philosophie und Ufologie, das Studium unidentifizierter Flugobjekte.

Neben derartigen Kursen gab und gibt es immer wieder auch zahlreiche Vorträge und Vorlesungen zum Thema UFOs an unterschiedlichen Universitäten. Im Januar 2010 konnten beispielsweise Interessierte an der "Idaho State University" eine Vorlesung des Sachbuchautors, UFO-Forschers und Dozenten Robert Hastings hören, der hier über den letzten Stand der Forschung und Interaktionen zwischen unidentifizierten Flugobjekten (UFOs) und Nuklearstützpunkten des US-Militärs.. referierte (...wir berichteten).

Auch in Deutschland bewiesen die Referenten Martin Bamert und Michael Blume mit ihren Vorträgen an der Universität in Leipzig im Winter 2008 akademischen Mut: Hatten sie doch bereits im Vorfeld Warnungen erhalten, dass die Beschäftigung mit dem UFO-Thema sich "negativ auf die universitäre Karriere" auswirken könnte. Doch sie ließen sich nicht abschrecken und präsentierten den erstaunten Zuhörern die Zeugenaussagen des "Disclosure Project" und andere interessante Einzelheiten: "Es wird Zeit, dass das Thema endlich auf akademischem Niveau untersucht wird", so Bamert gegenüber Exopolitik Deutschland (exopolitik.org).

Ansporn für zukünftige UFO-Forschung auch an deutschen Universitäten kam erst vor wenigen Wochen von keiner geringeren Stelle wie dem "Wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestages". In einer bislang unveröffentlichten Ausarbeitung wiesen die Experten darauf hin, dass die französische Regierung die UFO-Untersuchung deshalb so ernst nimmt, "da sie hinter diesen Phänomenen revolutionäre wissenschaftliche Entdeckungen vermutet" (...wir berichteten 1, 2).

Aus diesem Grund fordert u. a. Robert Fleischer, Koordinator von Expolitik Deutschland, auch deutsche Wissenschaftler immer wieder auf, ebenfalls zumindest eine wichtige Frage zu stellen: "Wollen auch wir mehr über UFOs erfahren, indem wir sie selbst untersuchen - oder begnügen wir uns weiterhin mit den Informationshäppchen, die amerikanische, kanadische, australische und französische Forscher uns zuwerfen?"

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Quellen: exopolitik.org / grenzwissenschaft-aktuell.de / buffalonews.com
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