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Mittwoch, 19. Mai 2010

Erneute Kontroverse um legendäres Geisterfoto – Historische Postkarte legt Fälschung nahe

Die Originalaufnahme von 1995 | Copyright: Tony O'Rahily

Wem/ England - Seit 1995 sorgt ein Foto der brennenden Stadthalle des Städtchens Wem in der englischen Grafschaft Shropshire für kontroverse Diskussionen darüber, was das Bild zeigt, bzw. ob es sich um eine Fälschung, ein Trugbild oder einen echten Geisterbeweis handelt. Jetzt gelang der Fund einer historischen Postkarte, deren Details mit jenen des "Geistermädchens" auf dem Foto von 1995 identisch zu sein scheinen.

Als am 19. November 1995 die Stadthalle von Wem ausbrannte, machte Tony O'Rahily Fotoaufnahmen der Löscharbeiten und des brennenden Gebäudes. Beim Selbstentwickeln der Fotos wurde er dann auf ein Bilddetail aufmerksam, das er sich nach eigenen Aussagen bis zu seinem Tode nicht erklären konnte. Seit der Veröffentlichung der Aufnahme gilt sie zu den weltweit bekanntesten Geisterfotografien.

Detailvergrößerung der angeblichen Geistererscheinung

Erwartungsgemäß sorgte das Foto seither immer wieder für hitzige Diskussionen. Während es von den einen als Geisterbeweis gedeutet wurde, glaubten Kritiker in dem Mädchengesicht lediglich eine optische Täuschung aus zufälligem Licht und Schatten oder gar eine gezielte Fälschung zu erkennen.

Auch der 77-Jährige Brian Lear hatte das berühmte "Geisterfoto" offenbar bildhaft vor Augen, als er kürzlich in der Lokalzeitung "Shropshire Star" die Abbildung einer historischen Postkarte sah, wie sie eine Straßenszene aus Wem im Jahre 1922 zeigt.

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Historische Postkarte zeigt Wem anno 1922

Tatsächlich weist das kleine Mädchen, das am linken Bildrand vor dem Eingang eines Geschäfts steht, nicht nur den unverkennbar selben grimmigen Gesichtsausdruck auf, sondern trägt auch die gleichen Kleider, deren auffällige Merkmale, wie der dunkle schlipsartige Halsband, Hutkrempe und Gürtel, jenen der vermeintlichen Geistererscheinung des Fotos von 1995 bis ins Detail gleichen. Auch die Licht- und Schattenverhältnisse auf dem Mädchen sind auf beiden Aufnahmen identisch.

Ein Vergleich der beiden Mädchen

Während die Übereinstimmungen der beiden Bilder frappierend sind, hält sich zumindest Brian Lear angesichts einer Deutung dieser Gemeinsamkeiten bedeckt. "Ich will mich nicht darauf festnageln lassen, behauptet zu haben, dass Tonys Bild echt oder gefälscht sei", zitieren ihn britischen Meiden. "Alles was ich sage ist, dass die beiden Bilder sehr ähnlich sind. Leider können wir Tony selbst nicht mehr fragen, da der arme Mann schon tot ist. Es bleibt den Leuten überlassen, das zu glauben, was sie möchten. Dennoch ist es bestimmt eine interessante neue Entwicklung rund um das Mysterium [des Geisterfotos]."

Im Gegensatz zu den Fälschungsvorwürfen, die mit der historischen Postkarte einhergehen, wurde das Originalnegativ des "Geisterfotos" seinerzeit auch von der "Royal Photographic Society" eingehend untersucht. Die königlichen Fotoexperten kamen damals zu dem Schluss, dass die Aufnahme "keinerlei Hinweise auf eine Manipulation aufweise und es sich um eine einwandfreie Schwarz-Weiß-Fotografie handele."

Auch erklärt die Übereinstimmung der beiden Aufnahmen nicht an Ort und Stelle der angeblichen Geistererscheinung gefundenen Schuhabdrücke in Kindergröße, noch die Beobachtungen von Feuerwehrbeamten, die im der abgebrannten Ruine eine geisterhafte Gestalt gesehen haben wollen. Auch zuvor gab es in dem Gebäude Geistersichtungen. Zugleich erklärten andere Fotoexperten, Spuren einer Manipulation mit Hilfe eines Bildschirms erkannt zu haben.

Die britische TV-Doku-Serie "Out of this World" (Nicht von dieser Welt) untersuchte das Foto 1996 und sprach mit zahlreichen Zeugen und Experten - mit unterschiedlichen Ergebnissen. Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung...

Ghost Girl Photo (1/2)

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Ghost Girl Photo (2/2)

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / timesonline.co.uk
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