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Dienstag, 25. Mai 2010

Hubble entdeckt Planetenfresser

Künstlerische Darstellung des Planeten WASP-12b | Copyright: NASA/ESA/G. Bacon

London/ England - Bei dem heißesten bislang bekannten Planeten in unserer Milchstraße, könnte es sich zugleich um einen der Planeten mit der kürzesten Lebensdauer handeln. Neue Aufnahmen des Weltraumteleskops Hubble legen nahe, dass der Planet im Begriff ist, von seinem Muttergestirn verzehrt zu werden. 
"WASP-12b" könnte demnach nur noch 10 Millionen Jahre vor sich haben.

Aufgrund der extremen Sonnennähe des Planeten, haben sich seine Oberflächentemperatur bereits auf über 1500 Grad Celsius aufgeheizt und der Planet sich durch die ebenfalls extremen Gezeitenkräfte zu einen verlängerten Rotationsellipsoid (Football) verformt. Mit rund 40 Prozent mehr Masse als der Gasplanet Jupiter hat sich die Atmosphäre von "WASP-12b" ballonartig auf etwa den dreifachen Radius des Jupiters aufgeblasen und speit zunehmend Material in sein Zentralgestirn WASP-12, einen Gelben Zwergstern etwa 600 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Fuhrmann.

Bislang wurde diese Art von Materieaustausch lediglich anhand von sich nahe stehenden Sternen in Doppelsternsystemen beobachtet. Die aktuellen Hubble-Beobachtungen belegen diesen Vorgang nun erstmals auch zwischen einem Stern und einem seiner Planeten.

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"Wir sehen eine gewaltige Materialwolke, die den Planeten umgibt, von ihm entflieht und von seinem Muttergestirn aufgesogen wird. Zugleich konnten wir chemische Elemente identifizieren, wie wir sie noch nie zuvor auf einem Planeten außerhalb unseres Sonnensystems beobachten konnten", erläutert Carole Haswell von der Londoner "Open University". Die Forscher haben ihre Beobachtungsergebnisse aktuell im Fachjournal "The Astrophysical Journal Letters" veröffentlicht.


Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov
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