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Freitag, 23. Juli 2010

Sparsame Aliens - Sucht SETI nach den falschen Signalen?

Das Zentrum der Milchstraße im infraroten Spektrum | Copyright: NASA

Irvine/ USA - Seit rund 50 Jahren sucht SETI (Search for extraterrestrial Intelligence) nun mit den Methoden der rationalen Naturwissenschaft nach Signalen außerirdischer Intelligenzen - offiziell bislang jedoch vergeblich. US-Forscher präsentieren nun eine Theorie, die das sonderbare Schweigen in All erklären könnte und fragt, ob SETI bislang schlichtweg nach den falschen Signalen lauscht.

In zwei Studien im Fachmagazin "Astrobiology" präsentieren der Astrophysiker Gregory vom Observatorium der "University of California" in Irvine (UCI) und sein Bruder, der Mikrowellenphysiker James Benford gemeinsam mit James' Sohn, dem NASA-Wissenschaftler Dominic Benford ihre Vorstellung einer außerirdischen Zivilisation, die bei der eigenen Suche nach anderen Intelligenzen im All auf beschränkte Ressourcen angewiesen ist.

"Nachrichten zu verschicken, ist eine aufwendige Angelegenheit und Signale über Lichtjahre hinweg zu senden, würde noch größerer Ressourcen bedürfen", erläutert Gregory Benford.

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Die Wissenschaftler gingen bei ihren Überlegungen von der Annahme aus, dass die Außerirdischen bei ihrem eigenen SETI-Programm um Ressourceneinsparung und deshalb auch um eine möglichst effiziente Technologie bemüht wären. In einem solchen Fall würden entsprechende Nachrichten wahrscheinlich nicht ununterbrochen in sämtliche Richtungen des Alls, sondern vielmehr in Pulsen und zielgerichtet im Breitbandbereich von 1 bis 1 Gigahertz gesendet werden.

Das US-amerikanische SETI-Konzept sucht hingegen seit jeher lediglich im Schmalband-Bereich und würde - sollten die Benfords recht haben - somit schlichtweg nach den falschen Signalen gesucht haben. Tatsächlich setzt sich die Vorstellung, dass dies möglich sein könnte, auch unter SETI-Forschern mehr und mehr durch und die Empfangsanlagen werden nach und nach auch auf die vorgeschlagenen Frequenzbereiche eingestellt.

Doch wo sollte man nach den sparsamen Aliens suchen? Die Benfords schlagen hierzu das Zentrum unserer Milchstraße vor, da sich hier 90 Prozent aller bekannten Sterne unserer Galaxie finden: "Die Sterne hier sind etwa eine Milliarde Jahr älter als unsere Sonne. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, hier auch auf fortgeschrittenen Zivilisationen zu treffen", schlägt zumindest Gregory Benford vor.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / uci.edu
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