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Donnerstag, 19. August 2010

SETI-Astronom: Intelligente Alien-Signale schon binnen 25 Jahren

Eine Teleskopantennen der "Allen Telescope Array" | Copyright: Seti.org

Berkeley/ USA - Schon innerhalb der kommenden 25 Jahre könnte die Menschheit Signale intelligenter Außerirdischer entdecken. Derart positiv sieht zumindest Seth Shostak die nähere Zukunft seines Berufstandes, der unter dem Begriff SETI (Search for Extraterrestrial Intelligence) nach Spuren und Signalen von außerirdischem Leben und Intelligenz sucht.

Entsprechend äußerte sich Shostak auf der Jubiläumskonferenz des SETI-Instituts, der SETIcon (...wir berichteten) vor wenigen Tagen. An die jüngeren Konferenzteilnehmer gerichtet erklärte er, dass die Chancen für diese Personengruppe sehr gut stünden, diese Entdeckung noch mitzuerleben.

Shostak begründet seine Vision mit der sogeannten Drake-Gleichung, einer Formel, die von SETI-Gründer Frank Drake bereits in den 1960er Jahren entwickelt wurde und deren Ergebnis die mögliche Anzahl der außerirdischen Zivilisationen in der Galaxis zu, berechnen sucht, wie sie technisch in der Lage und gewillt sein könnten, um mit uns zu kommunizieren.

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Zwar sind viele Faktoren der Gleichung faktisch noch unbekannt, doch bemühen sich seit der Entwicklung der Forschung zahlreiche Experten, diese Unbekannten zumindest in Form fundierter und bestmöglicher Schätzungen zu ersetzen. So kam verstorbene SETI-Astronom Carl Sagen auf eine Anzahl von rund einer Million entsprechender Zivilisationen in unserer Milchstraße. Der wissenschafts- und Science Fiction Autor Isaac Asimov hingegen errechnete einen Wert von 670.000, während eher konservative Wissenschaftler auf immerhin noch 10.000 kommen, berichtet "Space.com".

Angesichts dieser Werte, so vermutet Shostak, könne es mit fortschreitender technologischer Entwicklung kaum mehr als 25 Jahre dauern, bis wir erstmals eindeutige Signale von Außerirdischen entdecken.

Die größte Hoffnung stecken die SETI-Forscher derzeit in die Fertigstellung der "Allen Telescope Array" (ATA), einem Netzwerk von Radio-Antennen in nördlichen Kalifornien, das schon 2015 mit insgesamt 350 Teleskopschüsseln von jeweils 6,1 Metern Durchmesser hunderttausende von fernen Sternen nach intelligenten Signalen absuchen soll.

Während Shostak gute Chancen für die Entdeckung außerirdischer Signale innerhalb der nächsten 25 Jahre sieht, könnte die Entzifferung dieser Botschaften jedoch noch sehr viel länger dauern. Der Grund hierfür könnte in einer möglichen technologischen Überlegenheit der Absender gegenüber den Menschen liegen. Als Vergleich zog Shostak die Vorstellung heran, wie schwierig es für einen Menschen der Neuzeit wäre, beispielsweise mit einem Neandertaler zu kommunizieren: "Selbst wenn wir einem Neandertaler unsere digitalen TV-Signale zur Verfügung stellen würden, könnte er damit nichts anfangen, obwohl er nicht dumm war."

Doch alleine der Nachweis intelligenter Lebensformen jenseits der Erde und damit ein Beweis dafür, dass wir nicht alleine im All sind, würde laut den SETI-Forschern unser Weltbild schon grundlegend verändern.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / seti.org / seticon.com / space.com
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